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Thomas Glatte

Thomas Glatte wuchs in Dresden auf und absolvierte dort auch an der TU sein Ingenieursstudium (Bauingenieurwesen), bevor es ihn immer wieder in die Ferne zog: 1996 stieg er als Projektingenieur bei Philipp Holzmann (Thai) Ltd. in Bangkok ein. 1998 folgte ein fünfmonatiger Indienaufenthalt für die Holzmann Videocon Engineers. Dann wechselte er im Mai 1998 als Referent in das Immobilienmanagement der BASF und kümmerte sich u.a. um die Standortentwicklung in Asien. 2003 ging er nach Hongkong und baute für BASF eine regionale Plattform für Immobilienmanagement auf. Seit 2005 lebt er wieder in Deutschland und ist Leiter Corporate Real Estate Management bei BASF. Zusätzlich zu den globalen Liegenschaften ist er seit 2008 für das Facility-Management der Region Europa als Leiter Real Estate & Facility Management der BASF-Gruppe zuständig. In seiner Freizeit stehen bei dem 41-Jährigen Numismatik, Kochen und eine Lehrtätigkeit im Immobilienmanagement auf dem Programm. Glatte ist Mitglied bei CoreNet Global, dem DCIII Berlin – Deutsch-Chinesisches Institut für Immobilienwirtschaft und Immobilienbewertung an der HTW Berlin, der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) und der Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden sowie dem Bauverein Dreifaltigkeitskirche Speyer.

IZ
21. Juli 2011
Haus am Uferhang eines Sees.
Bild: Thomas Glatte © Immobilien Zeitung

Wo wohnen Sie zurzeit?

Im Eigentum – eine Doppelhaushälfte mit 130 m² Wohnfläche in Neulußheim (zwischen Speyer und Hockenheim)

Bitte beschreiben Sie Ihr Haus mit ein paar Sätzen.

Wir haben 2005 nach der Rückkehr aus Hongkong das Haus aus sehr praktischen Überlegungen heraus gekauft: gute Verkehrsanbindung, Standardobjekt ohne viel Firlefanz, gute Wiederverkaufschancen, falls ein weiterer Umzug ansteht. Wir haben aber eine sehr ruhige Lage in einem familienfreundlichen Umfeld.

Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Ich habe eine Baulehre absolviert und deshalb das Mauern, Verputzen, Pflastern usw. gelernt und auch die damit verbundenen Mühen kennengelernt. Daher war für mich immer klar: Ich kaufe ein fertiges Haus!

Was muss das perfekte Haus unbedingt haben?

Ich wollte immer mein eigenes Arbeitszimmer. Ich brauche die gelegentliche Rückzugsmöglichkeit. Auch sind die „Ablagesysteme“ von meiner Frau und mir alles andere als kompatibel.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Ich komme aus einer Familie mit fast 200 Jahren Bautradition. Ich hatte nie eine reale Chance für Alternativen, auch wenn mich als Abiturient insbesondere Geschichte sehr interessierte. Im Studium, als HiWi bei Professor Helbig, hatte ich viel Spaß an den wirtschaftlichen und rechtlichen Aspekten des Bauens und somit meine fachliche Heimat gefunden.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Stadtführer in Speyer oder Dresden – das ist der Plan für die Rente.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Na klar, die Frauenkirche in Dresden. Für mich ist sie Mahnmal der Zerstörung und Zeugnis des Wiederaufbaus meiner Heimatstadt.

Und welches Gebäude in Deutschland würden Sie gerne abreißen?

Die Plattenbauten in Dresden – komplett!

Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?

Unentschlossenheit, Vorurteile und Besserwisserei.

Welche kürzlich besuchte Veranstaltung hat Ihnen besonders gut gefallen?

Die Wasserspiele am Fuße des Burj Khalifa in Dubai – einfach atemberaubend schön.

Und mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie dort gerne einmal einen Abend verbringen?

Li Ka-Shing. Er ist mit zwölf Jahren als Flüchtling nach Hongkong gekommen und heute einer der größten Unternehmer Asiens. Mich beeindrucken sein Lebenslauf, aber auch seine wohltätigen Aktivitäten.

Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?

Jeder, der einmal vom Peak in Hongkong bei schönem Wetter auf die Stadt und den Hafen geschaut hat, weiß, was mir fehlt.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?

Eine kleine ETW in Dresden. Die brauche ich aber erst als Rentner – also in 25 Jahren.

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