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From bid to legacy ...

Die Olympischen Spiele in London stehen vor der Tür, ein Anlass, sich dem Thema zu widmen. „From bid to legacy“ („Von der Bewerbung zum Vermächtnis“) titelt ein Artikel in der RICS Modus Olympic Issue. „Legacy“, also welches Vermächtnis die Spiele hinterlassen, ist neben „regeneration“ (Erneuerung) eines der großen Themen des Projekts und gilt als das Zünglein an der Waage bei der Vergabe der Spiele.

Gisela Francis Vogt
26. Juli 2012
Die Olympischen Spiele in London werden das Olympic Village hinterlassen.
Bild: London 2012

Denn damit fängt das Projekt an: making a winning bid (sich erfolgreich bewerben). Schon hier war der Fokus auf „regeneration“ deutlich, denn mit Stratford wurde ein Standort in East London ausgewählt, der durchaus Regeneration vertragen kann: „a very contaminated site“ (Baugrundstück mit vielen Altlasten). „Securing the site“ stellte sich als fast noch schwieriger heraus, denn auf dem 200 ha großen Grundstück waren 198 Firmen sowie 435 Bewohner angesiedelt. Es wurden zwei „Compulsory Purchase Orders (CPOs)“ (Enteignungsbeschlüsse) erlassen, einer für das Land und ein zweiter für die „power cables“ (Stromleitungen) der 52 Strommasten, die sich darauf befanden. Und natürlich gab es Widerstand gegen die „relocation“ (Verlagerung), etwa von der Fischräucherei H. Forman & Sons, die aber dann doch überzeugt werden konnte umzuziehen und von ihrer neuen Adresse den Olympischen Park überblickt. Laut den Behörden waren „no evictions (Zwangsräumungen) necessary“.

Apropos Behörden: Zur Durchführung des Projekts wurden drei öffentliche Einrichtungen geschaffen, darunter die Olympic Park Legacy Company (OPLC) „which is charged with transforming the park and its surroundings into a new and thriving (gedeihenden) district once the Games are over“. Womit wir wieder beim Vermächtnis angelangt wären: Um die Fehler der Vorgänger zu vermeiden, enthielt die Londoner Bewerbung viele „temporary structures“ (temporäre Bauten), um nach den Spielen nicht wie Athen und Sydney mit teuren Sportstätten dazustehen, die keiner nutzt. „Make it green“ war natürlich auch ein Grundsatz, aber nicht nur während der Bauphase und der Spiele, sondern auch danach sollte 20% der Energie für den Olympischen Park und das Olympische Dorf aus erneuerbaren Energien kommen. Und „set your budget“ war absolut entscheidend, denn auch Großbritannien hat seine „Elbphilharmonie“, nur waren es hier das Wembley Stadium (ursprünglich kalkulierte Baukosten 326 Mio. GBP, tatsächlich 708 Mio. GBP) sowie der Millennium Dome oder das Schottische Parlament. Deshalb wurde besonders auf contingency sums (Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben) geachtet und dafür ein Budget von 9,298 Mrd. GBP festgelegt, das nach derzeitigem Stand sogar unterschritten wird.

Und zuletzt „make it safe“: Die Londoner Spiele sind wohl die ersten, bei denen die „Health and Safety Regulations“ so streng waren, dass es keine tödlichen Unfälle während der Bauphase gab, durchaus eine Leistung bei insgesamt 40.000 Bauarbeitern und bis zu 14.000 gleichzeitig auf der Baustelle. Wie es ansonsten mit den Sicherheitsmaßnahmen während der Spiele aussieht, bleibt ja spannend.

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