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Vernetzen läuft besser in Bewegung

Neujahrsvorsätze. Damit die Motivation für regelmäßiges Training im Laufe des Jahres nicht nachlässt, treffen sich Hobbysportler aus der Immobilienbranche regelmäßig zum gemeinsamen Schwitzen. In der Gruppe bauen sie ihr berufliches Netzwerk und bereiten sich auf größere Herausforderungen gemeinsam vor.

Janina Stadel
08. Januar 2026
Auf ihren Radtouren tauschen sich die Immosportler über berufliche Themen aus. Quelle: Immobilien & Sport e.V.
Quelle: Immobilien & Sport e.V.

Der Jahreswechsel ist traditionell die Zeit der guten Vorsätze – und kaum einer drängt sich so hartnäckig immer wieder auf wie der, sich im neuen Jahr mehr zu bewegen. Um dieses Vorhaben auch dann noch durchzuziehen, wenn das Immobilienjahr angelaufen ist und die Kalender sich mit Geschäftsterminen füllen, tun sich Immobilienprofis regelmäßig zusammen. Durch gemeinsames Training wollen sie nicht nur ihren inneren Schweinehund überwinden, sondern auch neue berufliche Kontakte knüpfen.

Ein sichtbares Beispiel dafür sind die „Expo-Real-Biker“ vom Verein Immosport, die jedes Jahr zur Messeeröffnung in München mit dem Rennrad anrollen. Doch die Tour zur Expo Real ist nur eines von vielen Formaten. „Wir haben vor 15 Jahren mal mit dem Radfahren begonnen, doch inzwischen bieten wir viel mehr Sportarten an“, sagt Vereinsvorsitzender Ingo Kronenberg und nennt Skiausflüge und Reitsportwochenenden als weitere Beispiele für größere Sportevents. Rund 150 Mitglieder im Alter zwischen 23 und 65 Jahren nehmen an den Trainings teil – vom Berufseinsteiger bis zum CEO.

 

Austausch beim Sport verbindet auch im Job

Seit einer Satzungsänderung vor rund fünf Jahren versteht sich Immosport als offene Community. „Unser Ziel ist es, die Branche zusammenzubringen, und zwar so, dass ihre Akteure sich unter ganz anderen Umständen austauschen können als im Meeting oder im Geschäftsgespräch“, erklärt Kronenberg. An wöchentlichen Trainings und regelmäßigen Laufgruppen können auch Nichtmitglieder teilnehmen, um einen Einstieg zu finden. Gleiches gilt für die großen Aktionen – wobei Vereinsmitglieder ein Vorrecht auf die begrenzten Plätze haben. Damit der Einstieg niedrigschwellig ist, können sich Interessierte Ausrüstung leihen, die Anmeldung erfolgt über die Vereins-Webseite. „Wichtig ist nur, dass man die Bereitschaft mitbringt, sich in der Branche zu vernetzen“, so Kronenberg.

 

Damit Gespräche in Gang kommen, arbeiten die Immosportler mit Sponsorenunternehmen zusammen. Sie laden bei Zwischenstopps oder Wochenendaufenthalten zu Baustellenbesichtigungen und Standorttouren ein – auch abseits der großen Metropolen. Die Einblicke seien meist exklusiv und werden befeuert durch den Austausch mit Sportlern, die eine andere Perspektive in der Immobilienwirtschaft einnehmen. „Da kann dann der Dachgutachter mit dem Banker diskutieren“, nennt Kronenberg ein Beispiel. Weil die Teilnehmer nicht nur klassisches Netzwerken betreiben, entstehe eine besondere Verbindung und eine Vertrauensbasis auf Augenhöhe.

„Wenn sich Immosportler selbst Jahre nach einem gemeinsamen Event wiedertreffen, dann werden immer erst einmal die Handys für ein Selfie gezückt. Wenn man zusammen was erlebt hat, dann fühlt sich ein Wiedersehen an, wie wenn man einen alten Schulfreund oder Studienkollegen wiedersieht“, sagt der Vereinsvorsitzende. Zudem bringen die großen Events auch Branchenakteure aus unterschiedlichen Regionen zusammen, die sich ansonsten vielleicht nie getroffen hätten. Das sei gut, wenn einmal ein neues Projekt ansteht oder eine Meinung Dritter eingeholt werden soll.

Auf den Sport als verbindendes Element abseits des Geschäfts setzen auch die Nachwuchskräfte des Netzwerks Future of Real Estate (Fore). Im Herbst 2025 starteten sie mit der Investmentgesellschaft Mähren und dem Softwareentwickler Assetbird ihren ersten eigenen Paddelcup. Vier Stunden lang traten dabei 60 Immobilienprofis aus unterschiedlichen Positionen gegeneinander an.

„Netzwerken ist bei solchen Events einfach anders“, sagt Fore-Gründer Dario Markoc, „alle sind locker drauf und der sportliche Ehrgeiz wird geweckt.“ In dieser Stimmung komme es bei Gesprächen am Spielfeldrand und lauten Rufen auf dem Platz nicht mehr darauf an, welche Rolle ein Teilnehmer in seiner beruflichen Welt spielt. „Stattdessen kommunizieren alle auf Augenhöhe – vom Student bis zum Senior“, sagt Markoc.

Für 2026 ist wieder ein Turnier geplant, dieses Mal mit bis zu 80 Spielern. Ein Sponsor für das Event, das Ende März stattfinden soll, sei schon gefunden. Markoc rät dazu, sich so früh wie möglich anzumelden, sobald der Termin feststeht, denn die Plätze seien zuletzt schnell weg gewesen.

Stress im Job ist also keine Ausrede mehr, um sich bei nachlassender Motivation vor dem Neujahrsvorsatz, mehr Sport zu machen, zu drücken. Gerade zum Jahresbeginn bedeute das, den guten Vorsatz mit nachhaltigem Netzwerken für die Karriere zu verbinden.

Sportkalender 2026
Für 2026 plant Immosport – nach einem Fastnachtstreffen in Köln am 23. Januar –
die Teilnahme am Düsseldorf-Marathon am 26. April, eine 50 km lange Wanderung in Berlin am 30. April und die Immosportdays rund um die Real Estate Arena in Hannover am 8. bis 9. Juni. Lokale Gruppen, die sich regelmäßig treffen, gibt es in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart. Anmeldungen sind online unter www.immosport.de möglich. 
Janina Stadel

 

 

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