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Verhandlungen gescheitert

Die Tarifverhandlungen für die rund 700.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sind am dritten Verhandlungstag ohne Ergebnis beendet worden. Nun wird das Schlichtungsverfahren eingeleitet.

Sonja Smalian
07. April 2011

Die drei Verhandlungspartner – die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) sowie die beiden Arbeitgeberverbände, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) – konnten sich nicht auf eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen einigen. „Wir haben der IG Bau mit 2,5% in einem ersten Schritt ab 1. April 2011 und einer weiteren Erhöhung um 2,5% in einem zweiten Schritt ab 1. April 2012 ein akzeptables Angebot gemacht“, sagte Klaus Hering, Verhandlungsführer der Arbeitgeber. Dieses Entgeltangebot war der Gewerkschaft jedoch zu niedrig. Zudem nennt sie auch eine unzureichende Angleichung der Ost- an die Westlöhne als Scheiterungsgrund. „Nach Vorstellung der Arbeitgeber sollen die Beschäftigten im Westen auf einen Teil einer prozentualen Lohnerhöhung verzichten, damit sich die Löhne in Ost und West angleichen. Die Welt dreht sich aber anders herum“, sagte Dietmar Schäfers, Verhandlungsführer der IG Bau. Demnach hätten die Arbeitgeber zuletzt für die West-Beschäftigten ein Angebot von 2% vorgelegt und für die Ost-Beschäftigten von 2,5%. Die West-Beschäftigten hätten noch zusätzlich einen Festbetrag von rund acht Cent/Stunde bekommen. Die IG Bau hatte jedoch eine Erhöhung von 5,9% und die Anhebung der Mindestlöhne in gleicher Höhe gefordert sowie sich für eine schrittweise Angleichung der Ost- und Löhne eingesetzt. Nun wird ein Schlichtungsverfahren eingeleitet. Als Schlichter wurde der frühere Bundesarbeits- und -wirtschaftsminister Wolfgang Clement bestellt.

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