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RICS erhält mehr Zulauf im Süden

Die Krise in den südeuropäischen Staaten macht auch vor der Immobilienwirtschaft nicht Halt. In ihrer Not wenden sich die Immobilienprofis vermehrt an die Nationalverbände der Royal Institution for Chartered Surveyors (RICS). Der Zugang zu dem Netzwerk mit international akzeptierten Qualitätsstandards soll ihre Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Auch wenn sich viele für die Zugangsprüfung APC anmelden – Mitglieder werden sie in ihren Heimatländern selten, denn die Mitgliedsgebühren können sich viele nicht leisten.

Sonja Smalian
28. März 2013
Aufgegebene Spekulationsobjekte gibt es viele in Spanien. Die Architektin Julia Schulz-Dornburg hat auf einer 10.000 km langen Reise zahlreiche gescheiterte Bauvorhaben abgelichtet, die samt rekonstruierter Historie derzeit in Berlin gezeigt werden.
Bild: Julia Schulz-Dornburg

Die Bewerberzahlen für die Zugangsprüfung APC zum Berufsverband RICS in Spanien sprechen eine klare Sprache. Sie haben sich von rund 100 pro Jahr inzwischen mehr als verdoppelt. Mehrere Gründe hat Eulalia Pensado, Regional Manager von RICS Iberia und damit für Spanien, Portugal und Gibraltar zuständig, dafür ausgemacht. Manche möchten ins Ausland emigrieren. Während die Architekten europaweit die verschiedenen Abschlüsse anerkennen würden, sei es für Kandidaten mit anderen Abschlüssen nicht immer einfach. Deswegen versuchten sie, über die RICS-Zugangsprüfung einen international anerkannten Qualifikationsstandard nachzuweisen. Außerdem wollten die Bewerber mit ihrem Engagement in ihrem angestammten Beruf zeigen, dass sie nicht Auslöser der Krise waren. Sicherlich dürften die jährlichen Gehaltsstudien der RICS auch so manchen Kandidaten locken, zeigen sie doch deutlich höhere Vergütungen für RICS-Mitglieder.

Trotz hoher Bewerberzahlen steigt die Zahl der Mitglieder von RICS Iberia nicht in demselben Maße. Dem spanischen Nationalverband gehören rund 370 Mitglieder und ca. 130 Trainees an. Doch viele der APC-Kandidaten können sich die Mitgliedsgebühren nicht leisten oder emigrieren. Durch Emigration verliert der portugiesische Verband jährlich einige Mitglieder und zählt derzeit etwa 70 Mitglieder und zehn Trainees.

Emigration ist für viele eine Möglichkeit, ein berufliches Auskommen zu finden. Denn die Lage auf dem spanischen Arbeitsmarkt ist für viele Bau- und Immobilienfachleute schwierig. Von den 57.000 Spaniern, die einen Abschluss in technischer Architektur bzw. Building Survey haben, seien drei Viertel ohne Job, so Pensado. Bei den Ingenieuren sehe die Lage ein wenig besser aus.

Die Emigration ins europäische Ausland sei aufgrund fehlender Kenntnisse weiterer verschiedener Sprachen häufig nicht so einfach. Deswegen ziehe es viele nach Südamerika, wo beispielsweise in Kolumbien der Hotelsektor gerade boome.

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