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Mehr Bonus für grüne Manager

BMW knüpft die Gehälter des Vorstands an Klimaziele. Das sei durchaus auch ein Modell für die Immobilienbranche, meint das Management beim Makler- und Beraterhaus JLL.

Peter Dietz
15. Oktober 2020
Management, das der Umwelt gut tut, wird mit Geld belohnt.
Quelle: stock.adobe.com, Urheber: Watchara

Ökologische Ziele werden neben ökonomischen Zielen immer wichtiger“, weiß Karsten Knöll, Reward-Manager bei JLL. Davon könne sich auch die Immobilienwirtschaft nicht entkoppeln. Bei manchen Branchen ist die Umweltbelastung durch das eigentliche Produkt schon direkt sichtbar, erklärt Knöll und nennt den Schadstoffausstoß eines Autos als Beispiel. Bei einer Immobilie seien verbauter Zement und Energieverbrauch weniger augenscheinlich. „Deshalb sind die jeweiligen Branchen dieses Thema auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit angegangen. Aber ignorieren kann dies keine Branche mehr, und das fängt zuerst bei der Vorstandsvergütung an.“

JLL hat sich auf ein umfassendes Nachhaltigkeitsprogramm als Teil seiner Geschäftsziele verpflichtet, sagt Knöll. Globale und regionale Führungskräfte hätten strategische Vorgaben, darin seien Nachhaltigkeitsziele langfristig eingebaut.

So laute die Vorgabe für die deutschen Niederlassungsleiter: Reduktion des gebäudebezogenen Energieverbrauchs pro Mitarbeiter von 2% pro Jahr von 2017 bis 2019. „Die Einhaltung dieser Ziele hat eine direkte Wirkung auf Gehalt und Boni“, betont Knöll, „allerdings ohne eine stringente Verknüpfung mittels einer Formel.“ Da zudem weitere Ziele festgelegt werden, variiere der Einfluss, ohne „einen genauen Prozentsatz angeben zu können“. Zwei Effekte ließen sich feststellen: ein stärkeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit beim eigenen Handeln und konkretere Ziele statt unverbindlicher Absichtserklärungen, bilanziert Knöll.

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