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DDIV fordert Zulassungsbeschränkung für Beruf des Verwalters

Die Professionalisierung der Immobilienbranche hat vor den Verwaltern nicht Halt gemacht: 98% der Immobilienverwalter sind der Meinung, dass die Anforderungen an sie in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, zeigt eine aktuelle Mitgliederbefragung des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter (DDIV). Um dem umfassenderen Aufgabenprofil gerecht zu werden, gibt es nun Überlegungen, Zulassungsbeschränkungen für den Beruf einzuführen.

Sonja Smalian
17. Januar 2012
Die Anforderungen an Immobilienverwalter sind gestiegen.
Bild: BilderBox

Drei Viertel der Befragungsteilnehmer haben beobachtet, dass sich die Rolle des Verwalters verändert hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mitgliederbefragung des DDIV in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ).

Das neue Rollenbild des Immobilienverwalters geht mit veränderten, immer anspruchsvolleren Aufgaben einher. „Die Studie bestätigt, was wir schon seit Längerem beobachten: Der Immobilienverwalter von heute benötigt auf immer mehr Gebieten eine enorme Fachkompetenz. Der Verbraucher – Eigentümer wie Mieter – muss sich in sicheren Händen fühlen und einen Ansprechpartner für alle Belange haben“, sagt DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler.

Gewerbeordnung soll ergänzt werden

Aus diesem Grund fordert Kaßler, die Gewerbeordnung um Zugangsvoraussetzungen zu ergänzen. „Die Anforderungen werden auch weiterhin steigen. Es wäre jetzt sinnvoll, Zugangsbeschränkungen einzuführen, die klar regeln, wer Immobilien als professioneller Verwalter betreuen darf und wem die Qualifikation dazu noch fehlt“, so Kaßler.

Wie die Qualifikationsnachweise für eine Zulassung zu dem Beruf aussehen könnten, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen: 88% der Befragten sehen den Nachweis über eine Vermögenshaftpflichtversicherung als wichtige Voraussetzung an. Rund 80% hingegen sprechen sich für eine anerkannte immobilienwirtschaftliche Ausbildung als Zugangshürde aus. Drei Viertel der Teilenhmer sehen eine mehrjährige Berufserfahrung als berufsqualifizierend an, für einen regelmäßigen Fortbildungsnachweis sprechen sich 68% der Befragten aus.

„Wer große Verantwortung für das finanzielle Wohl von Kunden und Klienten trägt, sollte entsprechend qualifiziert sein“, sagt Kaßler. „Gibt es klare Zugangsvoraussetzungen, dann nützt das allen ambitionierten und leistungsorientierten Immobilienverwaltern.“

Das EBZ bietet verschiedene Qualifizierungsangebote für Seiteneinsteiger und professionelle Immobilienverwalter an, u.a. den Fernlehrgang Geprüfter Immobilienverwalter sowie den Lehrgang Immobilienfachverwalter/-in für Wohnungseigentum.

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