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Online-Test für Bewerber

Das Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag hat einen Online-Test in sein Rekrutierungsprogramm integriert. Angst vor Schummeleien kennt Personalleiterin Martina Heger aber nicht.

Sonja Smalian
13. Februar 2014

Die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz oder ein duales Studium ist seit 2013 bei der Gewobag nur noch über ein Online-System möglich. Doch das Unternehmen nutzt die neue Technik nicht nur, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, sondern kombiniert es auch mit einem Online-Test. Bei Bewerbern für den Beruf zum/r Immobilienkaufmann/-frau legt das Unternehmen Wert auf gute Noten in den Fächern Deutsch und Mathe und fordert die Kandidaten auch dazu auf, die letzten drei Zeugnisse digital einzureichen. Wer überzeugen kann, erhält die Einladung zum Online-Test.

Für die Beantwortung der Test-Fragen haben die Kandidaten zwei Wochen lang Zeit. Das sei eine große Zeitersparnis, und zwar für beide Seiten, sagt Heger. Denn bislang mussten die Bewerber den wissenschaftlich gestützten Test unter Aufsicht eines Gewobag-Mitarbeiters ausfüllen, nun könnten sie es machen, wann sie Zeit haben. Geprüft wird u.a. soziale Intelligenz und logisches Denken, meist mit Multiple-Choice-Aufgaben. Wer die Fragen tatsächlich beantwortet – der Bewerber, Freunde oder Eltern -, lässt sich technisch nicht nachweisen. Personalleiterin Martina Heger sieht darin keinen Nachteil des Systems. Denn wer sich die richtigen Antworten durch kompetente Helfer zu besorgen weiß, beweise eine hohe Problemlösungskompetenz, und die werde im Berufsalltag verlangt.

Der Test selbst scheint die Bewerber nicht abzuschrecken. Im vergangenen Jahr hatten von 205 Bewerbern insgesamt 57 eine Einladung zur Online-Prüfung erhalten. Nur eine Person hat den Test verweigert. „Wer in den Test reingeht, der will das auch“, sagt Heger sicher. Die erfolgreichen Kandidaten werden danach zu einem Assessment-Center eingeladen und müssen dort sowohl Einzel- wie auch Gruppenaufgaben meistern. Das ist auch der Moment, in dem die Gewobag-Personaler die Kandidaten zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Denn Fotos können in das Bewerbermanagementsystem nicht hochgeladen werden.

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