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Der Makler am Stadion-Mikro

Peter Kunz kennt sich nicht nur mit Logistikimmobilien aus. Er kann auch anders: Musik produzieren zum Beispiel und ein vollgepacktes Fußballstadion durch das Spiel begleiten. Am liebsten würde er es heute noch tun.

Monika Leykam
05. Juni 2014

Ausgerechnet der SV Darmstadt 98. 1982 gaben die Blau-Weißen ihr letztes Gastsspiel in der 1. Bundesliga. 1988 bis 2014 steckte der Verein zäh in der Drittklassigkeit fest. Peter Kunz, Geschäftsführer von Colliers Frankfurt und Leiter des Geschäftsbereichs Industrie und Logistik, hat die Lilien vom Böllenfalltor trotzdem begleitet – durch alle Niederlagen und kleinen Triumphe.

„Darmstadt ist meine emotionale Heimat, der SV 98 ist mein Verein.“ Und seinen Verein, den könne man eben nicht einfach wechseln.-„Ich wäre auch lieber in Barcelona geboren, aber jetzt ist es halt Darmstadt geworden.“ Kunz ist Makler und daher geübt darin, in den Dingen das Positive zu sehen.-„Der Lilienfan schwankt immer zwischen Aufstiegseuphorie und Abstiegsangst. Das hat großes Potenzial für Freude und Leid.“ So viel emotionaler Tiefgang, lässt er durchblicken, bleibt für Anhänger von Erfolgsclubs wie Bayern München unerreichbar.

Der ehemalige Radiomoderator Kunz mag Mikros und Musik. Noch im Studium widmete er seiner Lieblingsstadt ein Lied und sang es selbst ins Stadion- Mikrofon. Das gab er in den folgenden 15 Jahren dann nicht mehr aus der Hand. Bei jedem Kick moderierte er das Geschehen, stellte Spieler vor, gab Spielstände durch. Im Sommer 2013 machte er Schluss, träumt aber bis heute von seiner Zeit auf dem Platz.-„Ich habe 500 Spiele begleitet – mich können Sie nachts aufwecken und ans Mikro stellen, kein Problem.“ Auch wenn er immer wieder Gegentore verkünden muss?-„Im Sport muss man fair sein. Da ist Fingerspitzengefühl gefordert.“

Für sein Tagesgeschäft bei Colliers hat Kunz viel mitgenommen aus dem Vereinsleben.-„Makeln ist Mannschaftssport. Man muss die individuellen Stärken der Gruppenmitglieder erkennen und entsprechend fördern, das Team muss eingespielt sein. Ein Torjäger allein reicht nicht aus.“ Für die Lilien galt das zuletzt übrigens nicht – 26 von 53 Saisontoren erzielte ein einziger Spieler, der 28 Jahre alte Dominik Stroh-Engel. mol

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