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Lünendonk ermittelt erstmals FM-Gehälter

Das Marktforschungsunternehmen Lünendonk, bekannt für die alljährliche Publikation des FM-Umsatzrankings (Lünendonk-Liste), hat nun erstmals führende FM-Dienstleister nach Gehältern, Extrazahlungen, Arbeitszeiten und anderem befragt.

Albert Engelhardt
18. Februar 2010

Das Panel ist zweifelsohne ausbaufähig, doch die jetzt zur Premiere interviewten zehn FM-Größen stellen immerhin 5,5 Mrd. Euro Umsatz. Und: Bislang gibt es keinerlei verlässliche Benchmarks in Sachen Vergütung im Facility-Management. Die in Kaufbeuren beheimateten Marktbeobachter haben einen ersten Stein ins Wasser geworfen.

Die an der Befragung beteiligten Unternehmen sind jeweils zur Hälfte eher technisch orientiert bzw. durch infrastrukturelle Services geprägt. Diese Unterscheidung schlägt sich auch in einigen der ermittelten Daten wieder.

Hausmeister am Ende der Skala

So beziehen beispielsweise Hausmeister der einen Gruppe (eher infrastrukturell) ein durchschnittliches Monatsgehalt von 2.010 Euro, während die der anderen (eher technisch) deutlich mehr, nämlich 2.370 Euro verdienen. Erfasst wurde immer die monatliche Grundvergütung (brutto). Die Hausmeister sind übrigens diejenigen der insgesamt 19 untersuchten Berufe, die sich am unteren Ende der Gehaltsskala befinden.

An der Spitze rangieren Führungskräfte, die als Regionalleiter unterwegs sind (die Vergütung von Geschäftsführungen und vergleichbaren Positionen wurde nicht ermittelt!). Sie kommen auf im Schnitt 7.074 Euro im Monat, wobei die Spreizung von 4.200 Euro bis immerhin 11.258 Euro reicht. Diese Bandbreite findet sich in allen Berufen und ist wesentlich der Unternehmensgröße (aber alle gehören zu den Top-FM-Adressen) und dem veantworteten Geschäftsvolumen geschuldet. An zweiter Stelle rangieren Key-Account-Manager mit durchschnittlichen 5.572 Euro (3.600 bis 8.000 Euro), gefolgt von Projektmanagern mit 4.231 Euro (2.800 bis 6.500 Euro).

Im mittleren Segment der FM-Vergütung finden sich beispielsweise Objektleiter und Objektmanager (technisch, infrastrukturell oder kaufmännisch), deren durchschnittliches Monatsgehalt sich zwischen gut 2.900 Euro (infrastrukturelle Objektleiter) und fast 4.000 Euro (technischer Objektmanager) bewegt. Bilanzbuchhalter kommen im Schnitt auf 3.455 Euro, Objektbuchhalter auf 2.821 Euro.

All diese Gehälter werden laut Studie an in dieser Position berufserfahrene Fach- und Führungskräfte gezahlt. Für alle Berufe führt Lünendonk jedoch auch Berufseinsteiger-Gehälter an. Allerdings, so ist einschränkend anzumerken, wurden in der Befragung „Berufseinsteiger“ nicht alleine als Berufsanfänger definiert, sondern, wie es bei Lünendonk auf Nachfrage dieser Zeitung heißt, als „Mitarbeiter, die zum ersten Mal diese Position besetzen. Das kann ein direkter Einstieg sein oder aber ein Quereinstieg bzw. Aufstieg im Unternehmen.“

Auch „Berufseinsteiger“ dabei

Die Gehaltsskala reicht unter den so definierten Berufseinsteigern – zieht man die Durchschnittwerte heran – von fast 1.700 Euro bzw. knapp 1.900 Euro für die Hausmeister über rund 2.200 oder 2.300 Euro für Servicetechniker unterschiedlicher Gewerke bis zu Gebietsleitern (3.559 Euro), Key-Accountern (4.081 Euro) und den top verdienenden Regionalleitern mit 5.222 Euro. Auch Berufseinsteiger haben die Wahl: Im Unternehmen X werden ihnen durch die Bank rund 1.000 Euro, ja auch mal 1.500 Euro mehr geboten als im Unternehmen Y. Bei den Positionen im Key-Account und als Regionalleiter kann der Unterschied auch schon mal sage und schreibe 3.000 Euro, ja sogar über 4.000 Euro ausmachen.

Lünendonk hat auch nach gängigen Wochenarbeitszeiten gefragt. Im Schnitt aller Berufsgruppen stehen 40,4 Stunden unterm Strich. Glaubt man der Befragung, dann arbeiten Projektmanager (41,2 Std.) und Gebietsleiter (41,1 Std.) am meisten.

Wie sieht es mit Zusatzvergütungen und variablen Gehaltsbestandteilen aus? Sieben der zehn Unternehmen zahlen Weihnachtsgeld, das im Schnitt bei 72% eines Monatsgehalts liegt. Ebenfalls sieben Dienstleister gewähren vermögenswirksame Leistungen per Gehaltsumwandlung, sechs zahlen diese Leistungen zusätzlich zum Grundgehalt. Die Anwendung sei jedoch sehr individuell geprägt, heißt es bei Lünendonk.

Info und Bezug: www.luenendonk.de

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