Klaus Franken
Klaus Franken verbrachte seine Kindheit und Studienzeit in Aachen. Nach seinem Abschluss an der RWTH in den Fächern Architektur/Städtebau und Betriebswirtschaftslehre ging er zu Aengevelt Immobilien nach Düsseldorf. Als stellvertretender Niederlassungsleiter baute er in den neunziger Jahren das Aengevelt-Büro in Leipzig auf und übernahm 1995 im Stammhaus die Leitung der Grundstücksabteilung, die er später zur Sparte „Investment und Development“ ausbaute. Seit Januar dieses Jahres ist Franken Managing Partner der Catella Property Group. Der 43-Jährige ist Vorsitzender des Wirtschaftszirkels des CV – Cartellverband Katholischer Deutscher Studentenverbindungen in Düsseldorf. Zu seinen Hobbys zählt Franken Reisen, Radfahren, Schwimmen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.
Wo wohnen Sie zurzeit?
Wir haben uns vor elf Jahren ein Einfamilienhaus in einem kleinen Ort in der Nähe von Aachen gebaut.
Bitte beschreiben Sie Ihr Haus.
In diesem Dorf ist meine Frau groß geworden und unsere beiden Familienzweige sind im Umkreis von 15 Minuten verteilt. Es geht dort ruhiger zu als in den Immobilienmetropolen meines beruflichen Wirkens. Trotzdem ist das schöne Aachen nur ein paar Fahrminuten entfernt. Der benachbarte See lockt zur Umrundung und zuweilen zum Schwimmen – falls wir noch mal einen Sommer haben … Als gelernter Architekt habe ich das Haus selbst konzipiert und sowohl für das eigene Alter eine barrierefreie Nutzung wie auch für eine Drittverwendung eine Aufteilung in drei Wohneinheiten vorgesehen. Wir haben auch ein kleines Schwimmbad angebaut, wo Kinder toben können und ich so tue, als ob ich Sport treibe.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?
In dem Glaserker mit dem großen Esstisch sitzt man fast schon im Garten.
Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?
Mit dem Aufhängen von Bildern und Lampen wird mein Lustfaktor schon stark strapaziert – typisch Architekt: planen und andere arbeiten lassen …
Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?
Als Schüler und Student habe ich nachts Zeitungspakete in die Eifel gefahren und ein kleines Fuhrunternehmen aufgebaut.
Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?
Schon das Studium war bewusst gewählt, allerdings habe ich schnell gemerkt, dass Stadtplanung weniger seitens der Planungsbehörden als von den Investoren beeinflusst wird – also habe ich noch schnell etwas BWL im Studium nachgelegt.
Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?
Die Glücksritter, die immer wieder glauben, das schnelle Geld machen zu können, ohne echte Leistung bringen zu wollen bzw. zu können.
Und was finden Sie besonders gut?
Die Komplexität – alles muss unter einen Hut gebracht werden: Nutzer, Verwaltung/ Politik, Banker, Investoren, Architekten etc.; man muss sich ständig in die Situation anderer versetzen. Immobilien stehen für eine lange Zeit – da müssen alle im Vorfeld einen Konsens finden.
Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?
Organisator für spezielle Event-Reisen.
Welches Gebäude in Deutschland würden Sie gerne abreißen?
Mindestens 60% des Bestandes – weder städtebaulich erträglich noch für die Nutzer angemessen …
Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?
Arroganz und Lügen – in unserer Branche wird leider viel zu viel „dick aufgetragen“ statt offen kommuniziert. Das schafft Misstrauen und verhindert, dass effektiv gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird.
Mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie gerne einmal einen Abend verbringen?
Mit Angela Merkel, um zu verstehen, warum die Große Koalition ihre Chancen zur Veränderung nicht genutzt hat.
Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen?
Bloß nicht! Wer weiß, was man sich da (hinter der Fassade) einhandelt. Nein, das eigene Leben ist schon das Beste – schließlich hat man es selbst gestaltet.