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Fore nimmt die Immobilienjunioren auf

Netzwerke. Rund zehn Jahre nach der Gründung gibt Larissa Lapschies die Leitung der Immobilienjunioren ab. Das Netzwerk vereint sich mit Future of Real Estate (Fore). Mit den zusätzlichen Mitgliedern soll auch das Angebot im Netzwerk wachsen. Beiträge sollen nach der Zusammenlegung der beiden Gruppen aber entfallen.

Janina Stadel
23. Juli 2026
„Für mich fühlt sich dieser Schritt wie eine Weiterentwicklung an“ Larissa Lapschies
Quelle: Fore - Future of Real Estate UG

Knapp 4.500 Mitglieder zählt das Nachwuchsnetzwerk Future of Real Estate (Fore) rund vier Jahre nach seiner Gründung. Künftig sollen 6.000 Immobilienjunioren aus ganz Deutschland hinzukommen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden Netzwerke wollen zu einer gemeinsamen Organisation verschmelzen und ihr Angebot für die Mitglieder im Zuge des Zusammenschlusses erweitern.

„Das Angebot für die Immobilienjunioren geht nach der Zusammenlegung nicht nur weiter, es wird sogar um viele Formate ergänzt“, sagt Larissa Lapschies, die das Netzwerk 2015 aufgebaut und seit seiner Gründung als Geschäftsführerin geleitet hat. Nun sei der richtige Zeitpunkt gekommen, es in „jüngere Hände abzugeben, damit es weiter wachsen kann“.

Komplett zurückziehen will sich Lapschies jedoch nicht. Zwar gibt sie die operative Leitung ab, nach der Eingliederung der Immobilienjunioren in Fore will sie jedoch ein Advisory Board aufbauen, in dem sie selbst mitwirkt. Bewerben können sich dafür CEOs und bekannte Persönlichkeiten aus der Branche. Sie sollen die Mitglieder bei ihrer persönlichen Karriereentwicklung unterstützen, die Aktivitäten des Netzwerks innerhalb der Immobilienwirtschaft sichtbarer machen und Impulse für die strategische Weiterentwicklung sowie künftige Wachstumsstrategien liefern.

Parallel dazu hat Fore in den vergangenen Monaten seine Organisationsstruktur professionalisiert und ein mehrstufiges Managementboard aufgebaut. Neben den drei Gründern Dario Markoc, Jannik Longin und Nico Riegraf-Leahy übernehmen dort inzwischen 14 weitere Mitglieder feste Verantwortungsbereiche. Sie koordinieren unter anderem die Organisation von Veranstaltungen, die interne und externe Kommunikation sowie Spezialprojekte in Deutschland und Österreich. Im Jahr 2025 veranstaltete Fore mehr als 100 Events im deutschsprachigen Raum und in London. Ermöglicht wurde dieses Programm durch mehr als 70 ehrenamtliche Helfer, die sich als „Forganizer“ aktiv im Netzwerk engagieren.

Die Immobilienjunioren sollen nach dem Zusammenschluss als eigenständige Marke innerhalb von Fore bestehen bleiben. Auch die bisherigen Formate, darunter Veranstaltungen und Stammtische in den 13 Regionen, werden fortgeführt. Die Standortleiter sollen ihre Aufgaben nach dem Wunsch von Carlotta Sesjak ebenfalls weiterführen. Sie begleitet den Fusionsprozess seit Beginn und übernimmt die operative Leitung der Sparte Immobilienjunioren.

Netzwerk für unterschiedliche Karrierestufen

 

Für Fore-Gründer Nico Riegraf-Leahy steht beim Zusammenschluss nicht allein das Wachstum der Mitgliederzahlen im Vordergrund. Entscheidend sei vor allem die Erweiterung des Netzwerks um Immobilienexperten aus unterschiedlichen Berufsfeldern sowie eine größere Diversität innerhalb der Community. Gleichzeitig sollen Clubs und thematische Untersparten entstehen. So werden die Nachwuchsinitiative Fore Next, die Organisation von Sportevents und das netzwerkeigene Career Center um einen Founders Club ergänzt. Dieser soll den Austausch mit und zwischen jungen Gründerinnen und Gründern erleichtern und sich zugleich zu einer Plattform speziell für junge Unternehmer entwickeln. Die erste Veranstaltung ist bereits für September geplant. Darüber hinaus will Fore eng mit Félix Eduard Weiss zusammenarbeiten, der derzeit mit Future of Architecture eine Plattform für junge Architekten, Designer, Planer und Kreativschaffende aufbaut.

„Durch diese Struktur haben die Mitglieder die Möglichkeit, sich immer passend zu ihren Interessen auszutauschen und zu vernetzen, ohne das Netzwerk wechseln zu müssen“, sagt Riegraf-Leahy. Gleichzeitig profitiere Fore durch die Integration der Immobilienjunioren insbesondere von einem generationenübergreifenden Netzwerk. Viele Mitglieder der Immobilienjunioren seien seit der Gründung dabei und gemeinsam mit dem Netzwerk gewachsen, für ihn selbst seien sie der erste Zugang zur Branche gewesen, als er 2019 noch studiert hat.

„Mit Fore Next hat das Netzwerk ein Format geschaffen, das ganz junge Talente anspricht. Die klassischen Fore-Veranstaltungen richten sich zwar an die bereits Etablierten, aber die Immobilienjunioren erreichen naturgemäß durch ihre zehnjährige Geschichte die erfahrenen und senioren Persönlichkeiten der Branche. Diese Ebenen sollen künftig gezielt zusammengeführt werden und eine Community bilden, in der jede Karrierestufe ihren Platz hat und in der Generationen voneinander profitieren.“

Finanziert wird Fore derzeit über die Organisation von Veranstaltungen, Talentakquise und Marketingleistungen. Zudem ist das Netzwerk auf die Unterstützung von Sponsoren und Partnerunternehmen angewiesen. Mit der neuen Organisationsstruktur und insbesondere dem geplanten Advisory Board verbindet Fore die Erwartung, bei den Entscheidern der Immobilienwirtschaft noch stärker wahrgenommen zu werden und zusätzliche Unterstützer für die Netzwerkaktivitäten zu gewinnen. Langfristig soll es deshalb – anders als bislang bei den Immobilienjunioren – keine Mitgliedsbeiträge mehr geben. „Und die, die als Jahresbeitrag bereits im Voraus gezahlt wurden, fließen noch einmal komplett in die Ausrichtung von Events“, verspricht Sesjak.

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