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"Eine gute Inszenierung hilft den Käufern, sich emotional zu verbinden"

Außenwirkung. Mit einem Beitrag zum Thema Denkmalimmobilien holte Tamara Messner beim internationalen Speaker Slam in Mastershausen eine Trophäe. Sie hat durch Erfahrungen in der Medienwelt gelernt, dass ein guter Auftritt auch das Maklergeschäft antreibt.

Janina Stadel
28. Mai 2026
Beim internationalen Speaker Slam trat Tamara Messner vor 140 Zuschauern auf.

Immobilien Zeitung: Mit ihrem Auftritt beim internationalen Speaker Slam im April haben Sie das Publikum auf das Thema Denkmalimmobilien als Investment gelenkt. Was war die größte Herausforderung bei diesem Auftritt vor sehr gemischtem Publikum?

Tamara Messner: Die größte Herausforderung war, ein Thema greifbar zu machen, das viele Menschen zunächst eher mit Zahlen, Steuern und trockenen Fakten verbinden. Ich hatte vier Minuten Zeit, um fachliche Inhalte emotional zugänglich zu machen. Genau das interessiert mich aber an Kommunikation: Menschen nicht nur mit Informationen zu erreichen, sondern echte Verbindung herzustellen. Mir war wichtig zu zeigen, dass man auch mit einem spezialisierten Thema Menschen begeistern kann, wenn man wirklich dafür brennt.

IZ: Wie haben Sie den Weg zu dem beruflichen Schwerpunkt Denkmalimmobilien gefunden?

Messner: Ich bin als Quereinsteigerin in die Immobilienbranche gekommen und habe 2019 das Maklerhaus Haus à la carte gegründet. Die vergangenen Jahre mit Corona und der Zinswende waren für die gesamte Branche herausfordernd, haben meinen Blick auf den Markt aber enorm geschärft. Über die Zusammenarbeit mit einem Bauträger im Bereich denkmalgeschützter Immobilien habe ich schließlich meine Spezialisierung gefunden. Gerade in volatileren Marktphasen gewinnen Sachwerte mit langfristiger Perspektive für viele Investoren wieder an Bedeutung. Genau darin liegt für mich die Stärke von Denkmalimmobilien.

IZ: Was fasziniert Sie persönlich an diesen Gebäuden?

Messner: Als gebürtige Wienerin bin ich mit historischer Architektur aufgewachsen. Denkmalimmobilien erzählen Geschichten und prägen das Bild einer Stadt. Genau das macht sie für mich so besonders. Viele Neubauten wirken heute im Gegensatz dazu sehr austauschbar. Gleichzeitig faszinieren mich die Verbindung aus Ästhetik, Geschichte und nachhaltiger Wertentwicklung. Es geht nicht nur darum, Immobilien zu erhalten, sondern bestehender Substanz neues Leben zu geben.

IZ: Was unterscheidet Ihre heutige Arbeit von Ihrer früheren Maklertätigkeit?

Messner: Früher war mein Alltag deutlich operativer geprägt. Bei Haus à la carte haben wir im klassischen Immobilienvertrieb teilweise jede Woche sehr viele Besichtigungen begleitet und Objekte intensiv vermarktet. Gleichzeitig war es mir aber schon damals wichtig, Immobilien nicht einfach nur abzufertigen, sondern sie hochwertig zu präsentieren. Deshalb haben wir früh mit Home Staging, professioneller Objektinszenierung und einem hochwertigen Marketingansatz gearbeitet. Häufig entscheidet bereits der erste emotionale Eindruck darüber, wie eine Immobilie wahrgenommen wird. Mit der Zeit hat sich mein Fokus stärker in Richtung Denkmalimmobilien und Investmentberatung entwickelt. Daraus entstand schließlich auch die Marke Denkmal à la carte mit Spezialisierung auf denkmalgeschützte Immobilien und Investmentkonzepte. Das operative Maklergeschäft bei Haus à la carte gibt es weiterhin und ergänzt sich heute sehr gut mit meinem Schwerpunkt. Ich selbst konzentriere mich inzwischen stärker auf strategische Themen, Investorengespräche und den Ausbau des Unternehmens. Dafür habe ich ein Team aufgebaut, das die operativen Prozesse trägt.

IZ: Warum ist das Inszenieren von Immobilien so wichtig?

Messner: Immobilien sind für mich niemals nur Quadratmeter oder Zahlenwerke. Hinter jedem Kauf steht ein Bedürfnis, eine Vision, ein neuer Lebensabschnitt oder die Vorstellung eines bestimmten Lebensstils. Genau deshalb spielt Präsentation eine enorme Rolle. Menschen treffen Entscheidungen emotional und begründen sie rational. Wer Immobilien erfolgreich vermarkten möchte, muss deshalb nicht nur die Fakten verstehen, sondern auch die Psychologie dahinter. Eine gute Inszenierung hilft Käufern dabei, sich emotional mit einer Immobilie zu verbinden und ihr Potenzial wirklich zu erkennen.

IZ: Und was sind Ihre nächsten Pläne?

Messner: Wir möchten unsere Positionierung im Bereich Denkmalimmobilien und Investmentberatung weiter ausbauen. Gleichzeitig entwickeln wir unsere bestehenden Konzepte im klassischen Immobilienvertrieb weiter. Außerdem möchte ich meine Erfahrung im Bereich Kommunikation und Bühne künftig noch stärker nutzen, denn gerade in einer Branche, die stark über Vertrauen funktioniert, wird Kommunikation oft unterschätzt. Genau diese Verbindung aus Immobilien, Strategie und Kommunikation möchte ich künftig noch stärker nach außen tragen.

IZ: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Janina Stadel.

Karriere in Medien und Maklertum

Tamara Messner gründete 2019 als Quereinsteigerin die Maklerboutique Haus à la carte in Wuppertal. Inzwischen hat sie sich auf das Investmentgeschäft mit Denkmalimmobilien spezialisiert. Die studierte Psychotherapeutin und gebürtige Wienerin kommt ursprünglich aus der Welt der Medien. Sie tritt regelmäßig auf Bühnen auf und verschafft sich Sichtbarkeit bei Social Media mit Beiträgen zum Thema Female Empowerment. Jetzt will Messner durch Bühnenauftritte ihr Business antreiben und junge Brancheneinsteiger zum Gründen eigener Unternehmen animieren.
Janina Stadel

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