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Campus of Real Estate gegründet

Die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) hat den Campus of Real Estate (CoRE) gegründet. In dem neuen An-Institut sollen langfristig alle immobilienwirtschaftlichen Aktivitäten der Hochschule gebündelt werden. Auch für die Studenten ergeben sich dadurch neue Chancen.

Sonja Smalian
23. September 2010
Bild: IZ

Am 15. September 2010 wurde die Gründungsurkunde für den Campus of Real Estate unterzeichnet. „Der Gründungsgedanke sei latent schon sehr lange vorhanden gewesen“, sagt Prof. Dr. Thomas Kinateder, Studiendekan für den Studiengang Immobilienwirtschaft. Seit mehr als 25 Jahren wird an der HfWU Immobilienwirtschaft unterrichtet, und neben der reinen Lehre haben die Professoren auch an zahlreichen Projekten mitgearbeitet oder Veranstaltungen organisiert. Im neuen CoRE wird nun auch versucht, das zusätzliche Engagement der derzeit 16 Professoren des Bachelor-Studiengangs Immobilienwirtschaft in die drei Geschäftsfelder Aus- und Weiterbildung, Research sowie Consulting einzubinden. Dem CoRE-Vorstand gehören neben Kinateder, Prof. Dr. Jörg Heinzelmann und Prof. Dr. Gerrit Leopoldsberger an.

Markenbildung nach außen

„Wichtig ist, dass wir eine Dachmarke haben, unter der alle immobilienwirtschaftlichen Aktivitäten, wie zum Beispiel der Tag der Immobilie oder der Immobilienkongress für Handelsimmobilien, zusammengefasst werden können“, sagt Kinateder. Der gemeinnützige Verein hat den Status eines An-Instituts der HfWU. Das habe den Vorteil, dass die Bildmarke der Hochschule mitgenutzt werden könne, so Kinateder weiter. Denn trotz der langjährigen Immobilienwirtschafts-Tradition an der Hochschule fehle es im Wettbewerb um den Nachwuchs an einer Marke mit hohem Wiedererkennungswert. Erschwerend komme hinzu, dass die Hochschule sich in der Vergangenheit bereits aufgrund von Änderungen des Landesgesetzes umbenennen musste. Auch wenn die aktuellen Bewerberzahlen von rund 600 auf insgesamt 55 Plätze zum Wintersemester nicht auf einen mangelnden Bekanntheitsgrad hindeuten, so will Kinateder auch das Angebot für Studenten weiter ausbauen. Dabei gilt das Gebot, dass sich CoRE in der Aus- und Weiterbildung nur in den Bereichen engagieren wird, in denen die Hochschule nicht aktiv ist. Der etablierte Bachelor-Studiengang Immobilienwirtschaft wird also auch künftig ausschließlich über die HfWU angeboten.

Zwei neue Studiengänge geplant

Das neue An-Institut wird hingegen zwei neue Masterstudiengänge entwickeln. Beide werden mit einem Master of Business Administration (MBA) abschließen und kostenpflichtig sein. Die berufsbegleitenden Studiengänge sollen zum Wintersemester 2011/12 erstmals angeboten werden. Ziel sei es, an der HfWU die gesamte „Wertschöpfungskette“ abzubilden, also vom Bachelor über den MBA bis hin zur Promotion alles anzubieten. Für Letztere werde man mit Partnern zusammenarbeiten.

Wie groß das Interesse an einem Masterangebot unter den Studenten ist, weiß Kinateder aus zahlreichen Gesprächen mit Bewerbern für den Bachelor-Studiengang. „Die Studenten möchten die Möglichkeit haben, einen Master im Anschluss zu absolvieren“, sagt Kinateder. Um den einen oder anderen Bewerber nicht zu verlieren und auch den aktuellen Bachelor-Studenten eine weitere Studienmöglichkeit anzubieten, will Kinateder die neuen, nichtkonsekutiven Master-Studiengänge aus der Taufe heben. Derzeit gingen von rund 70 Absolventen im Schnitt zehn für einen Master nach England.

Ausbau der Weiterbildung

Doch auch im Weiterbildungsbereich soll unter dem Dach von CoRE das Angebot ausgebaut werden, in Kooperation mit der WAF Weiterbildungsakademie der Fachhochschule. Geplant sind maßgeschneiderte Ausbildungsgänge für Unternehmen, die in der Vergangenheit vereinzelt bereits initiiert wurden. Zudem sei die Entwicklung von zertifizierten Weiterbildungen in Kooperation mit großen Verbänden geplant.

Auch in den anderen beiden Geschäftsfeldern Research und Consulting will sich das CoRE künftig stärker engagieren und die vorhandenen Kompetenzen an der HfWU bündeln. Bei der Beratung von Unternehmen mit großen Immobilienbeständen könnten so je nach Aufgabenstellung individuelle Beratungsteams zusammengestellt werden. Zudem soll auch die drittmittelgestützte Forschung für Bund, Land und EU unter CoRE zuammengefasst werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Angewandte Forschung der HfWU. Wer aus der Branche einen akademischwissenschaftlichen Partner für ein Projekt benötige, kann sich jetzt direkt an CoRE wenden. Ein Angebot, das ankommt: Die Resonanz aus der Branche sei durchweg positiv gewesen.

Aber auch für die Studenten bringe das neue „Dach“ die Möglichkeit, bei Forschungs- oder Beratungsmandaten mitzuarbeiten. Dazu habe sich der Verein in seinem Gründungsvertrag verpflichtet. Zudem wird in Kürze eine eigene Schriftenreihe aufgelegt, in der auch ausgewählte Studentenarbeiten veröffentlicht werden sollen. Dass in der immer stärker differenzierten Bildungslandschaft künftig andere Fachhochschulen einzelne Studiengänge bzw. Kompetenzen besonders bewerben werden, davon ist Kinateder überzeugt. (sma)

In Kürze sind weitere Informationen über die Internetseite www.core-institute.de erhältlich.

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