← Zurück zur Übersicht

Bautarifrunde 2020: Gewerkschaft will 6,8% mehr Lohn

In knapp einem Monat, genau am 19. März, beginnt die Tarifrunde 2020 für das Bauhauptgewerbe mit rund 850.000 Beschäftigten. Dann kommen IG Bau und die Arbeitgeberseite in Berlin zusammen. Die Gewerkschafter haben mehrere Forderungen im Gepäck, die die Arbeitgeber kaum erfüllen werden wollen.

Anke Pipke
21. Februar 2020
Die IG Bau will bei der nächsten Tarifrunde 6,8% mehr Lohn für die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe herausholen. Die Arbeitgeberseite macht da nicht mit.
Quelle: imago images, Urheber: snapshot

Die IG Bau und die Arbeitgeberseite des Bauhauptgewerbes laufen sich für die nächste Tarifrunde warm. Die Gewerkschaft geht mit einem Forderungspaket an den Start, das mehrere Komponenten enthält: eine Einkommenssteigerung um 6,8% (und mindestens 230 Euro), eine Entschädigung für Wegezeiten als Ausgleich für die Benachteiligung gegenüber stationär Arbeitenden, und 100 Euro monatlich mehr für Auszubildende in allen Ausbildungsjahren. „Wenn der Bau wieder Konjunkturlokomotive ist, ist es nicht zu viel verlangt, dass die Bauarbeiter und Bauarbeiterinnen diese Entwicklung in ihren Portemonnaies spüren“, sagt IG-Bau-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Carsten Burckhardt.

ZDB-Vize Uwe Nostitz: „Umsätze sind noch keine Gewinne“

Uwe Nostitz, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) und zugleich Verhandlungsführer der Arbeitgeber, also auch des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, wünscht sich derweil eine „maßvolle Tarifpolitik“ – die Forderung der IG Bau gehöre nicht dazu. Sie stehe „in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Lage vieler Bauunternehmen. Denn die vermeintlich hohen Umsatzzuwächse werden durch gestiegene Kosten weitgehend aufgefressen. Umsätze sind eben noch keine Gewinne.“ Darüber hinaus sei die Vergütung von Wegezeiten bereits ausreichend tariflich geregelt.

Nostitz hofft auf eine zügige Tarifrunde, „die sich nicht bis in den Sommer hineinziehen darf“. Denn die Unternehmen bräuchten Planungssicherheit mit einem sicheren Flächentarifvertrag.

Karriere
"Die Bedeutung von Humanpotenzial wächst"

Ausbildung. Mit Christian Unsöld hat die EBZ Business School in Bochum eine Professur in innovativer Unternehmens- und Personalentwicklung besetzt. Unsöld, der aus der Unternehmensberatung kommt, will seine Erfahrungen aus anderen Branchen in die Lehre einbringen und so Theorie und Praxis verbinden. Er ist einer von 14 Professoren an der privaten Hochschule, die mehr als 1.000 Studenten in sieben Studiengängen mit immobilienwirtschaftlichem Bezug zählt.

Köpfe
Jan-Peter Dähn wird Partner bei C&W

Der Immobiliendienstleister Cushman & Wakefield (C&W) hat Jan-Peter Dähn als Partner für das Office-Capital-Markets-Team in Düsseldorf gewonnen.

Köpfe
Josefine Ulrich wechselt von JLL zu ECE

Ladenvermieterin Josefine Ulrich ist vom Makler JLL zum Centermanager ECE gewechselt.