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Ausgezeichnete Ausbildung

Der Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft (AGV) hat auf seiner 52. Mitgliederversammlung zum ersten Mal vorbildliche Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet. Alle drei Preisträger legen bei der Ausbildung unterschiedliche Schwerpunkte.

Sonja Smalian
28. Oktober 2010

Bereits in seiner Begrüßungsrede hatte Rüdiger Warnke, Vorsitzender des Verbandsausschusses, gewarnt, dass der Fachkräftemangel in der Branche noch nicht überall angekommen sei. Angesichts des demografischen Wandels dürften jedoch Maßnahmen zur Personalentwicklung nicht auf die leichte Schulter genommen werden, mahnte er. Um diesem Thema mehr Raum zu geben, hatte der Verband zum ersten Mal vorbildliche Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet. Von den 1.200 Mitgliedsunternehmen hatten mehr als 30 ihre Konzepte eingereicht. Für die innovative Ausbildung des Nachwuchses wurden die THS Wohnen, die Wankendorfer Baugenossenschaft für Schleswig-Holstein und die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna ausgezeichnet.

Der Wettbewerb sei eine gute Möglichkeit der Bestandsaufnahme, sagte Gabriele Schmitz, Leiterin Personalentwicklung bei der THS Wohnen. Die 31 Auszubildenden des Unternehmens werden in Seminaren zu Kommunikation, Methodenkompetenz, Teamarbeit und Projektmanagement geschult. In eigenständig durchgeführten Projekten erstellten die Auszubildenden u.a. einen „Mieterführerschein“ und eine Ausbildungsbroschüre. Beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen kamen die THS-Azubis unter die Gruppe der ersten 15, so Schmitz. In dem Seminar „Fit für die Prüfung“ wird der Nachwuchs gezielt auf die Abschlussprüfungen vorbereitet.

Bei der Wankendorfer Baugenossenschaft für Schleswig-Holstein nehmen die Auszubildenden neben der dualen Ausbildung vor Ort zusätzlich am Fernunterricht des Europäischen Bildungszentrums der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Bochum (EBZ) teil, sagt Claudia Wegener, Personalfachkauffrau der Baugenossenschaft. Die Lerninhalte würden so stärker vertieft und die Prüfungsleistungen der Azubis meist gut oder sehr gut. Zudem konnte das Unternehmen jährlich einen Azubi zur achttägigen Fortbildung „Lerninsel Juist“ entsenden, die von Aareon Deutschland und mehreren Wohnungsverbänden organisiert wird (vgl. IZ 33/09). Darüber hinaus ist „learning by doing“ durch die frühe Übernahme von Verantwortung ein wichtiges Element.

Darauf setzt auch die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna, die ihre Azubis voll ins Tagesgeschäft integriert. Für die Prüfungsvorbereitung steht in Pirna eine Fach-Bibliothek im Azubi-Zimmer bereit. Zwei Mal im Jahr bearbeite der Nachwuchs in Gruppenarbeit eigenständig ein Projekt, das dann vor der Geschäftsführung präsentiert und verteidigt werden müsse, sagt Geschäftsführer Jürgen Scheible. Zudem führe das Unternehmen ein Ausbildungscontrolling durch, um Schwächen und Stärken der Auszubildenden frühzeitig zu erkennen, ergänzt Sören Sander, zuständig für Personal. Alle drei Unternehmen bieten ihren Azubis, teilweise in Abhängigkeit von der Note, befristete Verträge nach Abschluss der Ausbildung an. (sma)

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