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Inspiration Maschinenbau

Dass Personalverantwortliche aus der Immobilienwirtschaft nicht nur von den Kollegen anderer Immobilieunternehmen, sondern auch von Mitarbeitern anderer Branchen etwas lernen können, zeigte die Tagung Personalverantwortliche in der Immobilienwirtschaft von Heuer Dialog.

Lars Wiederhold
16. Juni 2011

Der eine oder andere Teilnehmer der Veranstaltung dürfte zunächst gestutzt haben, als er Siw Holsteins Namen auf der Liste der Referenten gelesen hat. Immobilienwirtschaft? Fehlanzeige. Holstein ist Geschäftsführerin der Kooperationsinitiative Maschinenbau (KIM), Braunschweig. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 20 mittelständischen Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Die Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen geht dabei deutlich weiter als man es aus der Immobilienbranche kennt.

Die Maschinenbauer tauschen je nach Auftragslage und Personalüberhang Mitarbeiter untereinander aus. Auf diese Weise lassen sich die Fälle von Kurzarbeit und Entlassungen reduzieren. Ein weiterer wichtiger Punkt der Zusammenarbeit ist das Thema Offenheit. Vor Ideenklau haben die beteiligten Unternehmen keine Angst. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagte Holstein. Wenn man die Konkurrenten besser kenne, sei das von Vorteil. Doch gerade die Konkurrenz erschwert möglicherweise eine Übertragbarkeit auf andere Branchen. „Ich kann mir einen Mitarbeiteraustausch mit einem direkten Konkurrenten nicht vorstellen“, sagte Oliver Zucker, Partner der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Selbst bei bestehenden Kooperationen in der Immobilienwirtschaft wie den Möglichmachern, einem Zusammenschluss von Facility-Management-Unternehmen, steht das Thema Mitarbeiteraustausch noch nicht auf der Tagesordnung: „Es geht bei unserer Kooperation eher um die Stärkung von Bekanntheit und Image der Branche“, sagte John Lotz vom Gebäudedienstleister Wisag, der die Möglichmacher auf dem IZ-Karriereforum, der Jobmesse der Immobilien Zeitung und Heuer Dialog, vertrat.

Weitere Tipps konnten sich die Tagungsgäste u.a. bei Siegbert Weissbrodt, Personalleiter der Dekabank, holen. Laut Weissbrodt hat die Bank ein großes Programm, dass der Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter dient. Dazu zählen Fitness- und Ernährungskurse – auch für Außendienstmitarbeiter. „Wir fördern zudem das Homeoffice“, sagte Weissbrodt. Um die Akzeptanz dafür zu erhöhen, würden auch die Führungskräfte gecoacht. Dies gelte auch für die Erkenntnis, dass Mitarbeiter nicht rund um die Uhr erreichbar sind. Dafür müssen die Personaler aber auch Einfluss im Unternehmen haben. „Wir müssen vom Kümmerer zum Businesspartner werden“, sagte Susanne Ollmann, Mitglied der Geschäftsleitung Personalwesen bei Aengevelt Immobilien.

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