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Mitarbeiters des Monats? Oh nein!

Wer länderübergreifend arbeitet, sollte wissen, wie die Uhren in anderen Kulturen gehen.

Harald Thomeczek
05. Oktober 2017

Wissen Sie eigentlich, wie deutsch Sie sind? Wohl kaum. Weil das Ihr höchstpersönliches Koordinatensystem ist, das auch noch von allen anderen um Sie herum bestätigt wird. Erst im Kontakt mit fremden Kulturen – und die beginnen für Deutsche z.B. schon in Holland – tritt die unhinterfragte Selbstverständlichkeit und Willkür gewohnter Verhaltensweisen und Normen in Erscheinung. „Interkulturelle Kompetenz fängt mit Selbstreflexion an“, riet daher Dorothee Kaiser, Dozentin für Interkulturelles Management, den Teilnehmern einer von CoreNet Global organisierten Fishbowl-Diskussion zu Fettnäpfchen im Corporate Real Estate Management.

Alexander von Erdély, seit letztem Jahr Deutschlandchef von CBRE, kann ein Liedchen davon singen, dass es auf internationalem Parkett beständig Übersetzungs- und Vermittlungsarbeit zu leisten gilt: „Unser US-Board muss uns ab und zu erklären, wie die Kollegen in UK das jetzt wieder meinen …“ Auch im Umgang mit Mitarbeitern heißt es Vorsicht, bevor geübte Motivationspraktiken auf ein anderes Land übertragen werden: „In Holland beschämt es Kollegen, Mitarbeiter des Monats zu werden.“

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