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Ringen um Bau-Mindestlohn

Der Tarifstreit um einen Bau-Mindestlohn für Facharbeiter gilt als festgefahren. Jetzt soll ein Schlichter eingreifen, fordert die IG Bau.

Anke Pipke
07. November 2019

Auch die dritte Verhandlungsrunde zwischen der IG Bau und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) sowie dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) ist Ende Oktober ergebnislos ausgegangen. Die Fronten im Streit um die Höhe des Mindestlohns 2 für Facharbeiter scheinen verhärtet.

Derzeit gilt für Hilfsarbeiter der Mindestlohn 1 mit 12,20 Euro pro Stunde. Er gilt bundesweit – anders als der Mindestlohn 2 für Facharbeiter. In den westlichen Bundesländern und Berlin liegt er bei 15,20 Euro (Berlin: 15,05 Euro). Da müsste mehr drin sein, meint die IG Bau. Zusätzlich soll auch für den Osten eine solche Lohnuntergrenze wieder eingeführt werden, fordert die Gewerkschaft. Die Arbeitgeberseite hingegen diskutiert laut IG Bau, den Mindestlohn 2 im Westen abzuschaffen und einen bundesweiten Mindestlohn von 12,40 Euro einzuführen.

Die IG Bau will die Verhandlungen als gescheitert erklären und fordert den Einsatz eines Schlichters. Zuletzt war 2018 Wolfgang Clement als Schlichter bei den Lohnverhandlungen aktiv.

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