← Zurück zur Übersicht

Kurzarbeit bei BNPPRE

Die Kurzarbeit unter deutschen Maklerhäusern greift offenbar weiter um sich. Auch BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) soll davon Gebrauch machen.

Harald Thomeczek
23. April 2020
Auf der Mipim in Cannes - hier das Carlton-Hotel - konnte BNPPRE heuer keine Mandate einsammeln.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

JLL, NAI apollo – und jetzt auch BNPPRE? Eine für gewöhnlich gut unterrichtete Quelle erzählt, dass praktisch alle Mitarbeiter des Maklerhauses von der Maßnahme der Kurzarbeit betroffen sein sollen. Wie stark die Kürzung ausfällt, darüber liegen keine genauen Informationen vor. Die Mitarbeiter von BNPPRE erleiden in jedem Fall Gehaltseinbußen. Die Arbeitsagentur übernimmt – bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze von 6.900 Euro (im Osten: 6.450 Euro) – nur 60% des entgangenen Nettogehalts bzw. 67% für Mitarbeiter mit mindestens einem Kind. Arbeitgeber können das Kurzarbeitergeld jedoch aufstocken. BNPPRE mache nicht von dieser Möglichkeit Gebrauch, ist zu hören.

Ein Direktor bei BNPPRE z.B. soll rund 3.500 Euro brutto im Monat verdienen. Hinzu kommt in normalen Zeiten eine Provisionsvorauszahlung über weitere 3.500 Euro. Provisionen zahlt BNPPRE auch noch aus – allerdings geht auf den Investment- und Vermietungsmärkten aktuell nicht mehr viel.

Zum Vergleich: NAI apollo hatte erklärt, Kurzarbeitergeld auf 100% des Grundgehalts aufzufüllen. JLL soll Gehälter dagegen laut Marktkreisen nicht aufstocken.

Entlassungen sollen bei BNPPRE in Deutschland kein Thema sein, das Unternehmen wolle alle Mitarbeiter durch die Krise mitnehmen, heißt es. Für Kollegen mit befristeten Verträgen, also z.B. solche in Probezeit, soll dies allerdings nicht unbedingt gelten. BNPPRE wollte die Informationen auf Anfrage der Immobilien Zeitung weder bestätigen noch dementieren.

Karriere
Immobilienprofis im Porträt: Stefan Claus

Stefan Claus ist in Berlin aufgewachsen und wohnt dort bis heute mit seiner Frau und seinen Kindern. Mit ihnen verbringt er am liebsten seine Freizeit und nutzt diese Momente, um sich von seinem Job zu erholen. Tagsüber trifft man den Familienvater bei BEB+ Immobilien an. Er ist Geschäftsführer bei dem Immobilienverwalter und schätzt vor allem die unternehmerische Seite seiner Funktion.

Karriere
Fabio Merkens: "Die wahre Wohnungsnot beginnt im Alter"

Fabio Merkens ist noch keine 30 Jahre alt, doch er macht sich schon jetzt Gedanken darüber, wie er im Alter wohnen wird. In seiner Kolumne erklärt er, warum er in der Assetklasse Senior Living viele Möglichkeiten für die Immobilienbranche sieht, die Zukunft schon heute zu gestalten.

Karriere
Martin wird Bima-Vorständin

Umbesetzung. Bei der Bima steht offenbar ein Wechsel im Vorstand an.