Studenten setzen auf Wohnen
Assetklassen. Nicht nur das Tätigkeitsfeld, auch die Gebäudeart, mit der sie sich befassen, ist bei vielen Berufseinsteigern ausschlaggebend bei der Jobwahl.
Fast die Hälfte der Hochschulabsolventen (48%) interessiert sich beim Berufseinstieg für die Assetklasse Wohnen. Direkt dahinter, aber mit deutlichem Abstand, folgen Bürogebäude.
Die starke Präferenz für Wohnimmobilien findet sich bei fast allen Zielberufen. Besonders weit vorne liegt die Assetklasse bei zukünftigen Developern. Zwei Drittel von ihnen wollen Wohngebäude entwickeln. Sie glauben, durch Wohnungen den größten Einfluss auf die Lebensqualität ihrer Kunden und der Nutzer:innen haben zu können, und sprechen deshalb von einem „hohen sozialen Mehrwert“ der Assetklasse. Ähnlich argumentieren die Architekturstudenten.
Von den Asset-Managern hingegen bevorzugt der größte Teil (39%) Büroimmobilien. Und auch die angehenden Makler wollen sich eher mit Gewerbeimmobilien beschäftigen. Einen leichten Interessensanstieg im Vergleich zu den Vorjahren erleben Betreiberimmobilien. „Hier schätze ich die Vielfalt“, sagt eine Masterstudentin im Fach Wirtschaftsingenieurwesen, die die Immobilienart im Laufe ihres Studiums an der HS Karlsruhe kennengelernt hat. Ein zukünftiger Gebäudetechniker von der HWR Berlin hofft auf direkten Austausch mit den Nutzern, und eine BWL-Studentin aus Magdeburg reizt die Zusammenarbeit mit großen Firmen.
Mit diesen Argumenten liegt das Interesse an der Gebäudeart und einem Einstieg in das Feld Corporate Real Estate höher als das an Einzelhandelsimmobilien. Nicht zuletzt wirkt sich das auch auf die Wunscharbeitgeber der Studierenden aus: Mit Siemens Real Estate auf Platz 16 hat es ein solches Unternehmen zum ersten Mal in die Top 20 des Arbeitgeberrankings geschafft.