Prof. Dr. Nico B. Rottke
Nico B. Rottke ist Institutsdirektor des Real Estate Management Institutes (Remi) an der European Business School (EBS) und dort Lehrstuhlinhaber für den Aareal Stiftungslehrstuhl Immobilieninvestition und -finanzierung. Nach seinem Studium an der EBS und in Atlanta promovierte Rottke und erhielt die „Venia Legendi“ in Betriebswirtschaftslehre. Seine berufliche Laufbahn begann der gebürtige Sauerländer als Vorstandsassistent von Ulrich Höller bei der DIC Asset. Dann erfolgte die Berufung auf eine Juniorprofessur an der EBS und später – nach zwei abgelehnten Rufen aus Perth und San Diego – die Berufung auf den Aareal Stiftungslehrstuhl Immobilieninvestition und -finanzierung. In seiner Freizeit stehen die Familie – der 34-Jährige ist verheiratet und Vater von vier Kindern – sowie Fußball (Schalke 04), Schach Spielen und seine Hunde und Fische ganz vorne. Rottke ist Mitglied in der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung, dem Urban Land Institute, der Royal Institution of Chartered Surveyors, dem Institut der deutschen Immobilienwirtschaft, dem Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft, der American Real Estate Society, der American Real Estate and Urban Economics Association sowie des FC Schalke 04.
Bitte beschreiben Sie Ihr Haus.
Haus am Stadtrand Wiesbadens, ruhige Straße, aber günstig gelegen zur Autobahn, keine Staus, da Verkehr antizyklisch läuft, kaskadenförmiger Garten mit großem Grill und Fischteich.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz im Haus?
Das Wohnzimmer als Platz, an dem die Familie zusammenkommt und an dem die Arbeit außen vor bleibt.
Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?
Ja. Nach Erwerb unseres Eigentums habe ich bei der Kernsanierung mit Hand angelegt, vor allem bei den Abrissarbeiten
Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?
Praktikum beim Amdahl France in Paris, IT-Bereich.
Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?
Geplant: Als nebenberuflicher Projektentwickler war mein Vater sehr erfolgreich. Daher wollte ich das Gebiet als Studium in Angriff nehmen, was zu der Zeit nur an der EBS (und in Leipzig) möglich war. Es war ursprünglich allerdings nicht mein Ziel, Hochschullehrer zu werden. Dieser Wunsch entwickelte sich erst später.
Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?
Das mittlerweile zu Unrecht schlechte Image in Deutschland.
Und was finden Sie besonders gut?
Die Multidisziplinarität der Branche ist einzigartig. Kaum eine andere Industrie berührt gleichzeitig so viele Facetten des Lebens.
Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?
Als Hochschullehrer bin ich eher indirekt „Immobilienprofi“. Alternativ wäre ich gerne selbstständiger Unternehmer eines mittelgroßen Industriebetriebs.
Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?
191 Peachtree Street, Atlanta, Georgia – einfach schön!
Und welches Gebäude würden Sie gerne abreißen?
Der Montparnasse-Turm in Paris gefällt mir an der bestehenden Stelle überhaupt nicht, da er sich in keiner Weise in ein ansonsten wunderschönes Stadtbild einfügt.
Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?
Privat sowie beruflich: Unehrlichkeit, Unzuverlässigkeit, Bürokraten ohne Unternehmergeist, „Not-Nowers“ und „Yes-Butters“.
Nennen Sie einen Ihrer Lieblingssongs?
,Trouble‘, Elvis Presley, Live-Version des 1968-Comebacks.
Mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie gerne einmal einen Abend verbringen?
Herrn Werner Otto, um von dieser unglaublichen Persönlichkeit zu lernen, was einen Unternehmer ausmacht.
Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen? Warum?
Mit Dr. Georg Kofler, um einen Tag zu erleben, wie sich der Tagesablauf eines Vollblut-Entrepreneurs und Visionärs gestaltet.