Jürgen Overath
Jürgen Overath verbrachte seine Kindheit in Aachen. Nach einer technischen Ausbildung studierte Overath Betriebswirtschaft und schlug 1990 eine Immobilienlaufbahn ein – er wurde Entwickler für Shoppingcenter und Fachmärkte. In den Beruf fand er als Partner bei der Gemini-Area-Gruppe, bevor er 1992 sein eigenes Unternehmen, Overath & Partner, gründete und in der Konzeption, der Vermietung und der Entwicklung von Fachmarktzentren und Shoppingcentern aktiv war, zuletzt auch als Bauträger. 1999 wurde er Geschäftsführer für den gewerblichen Immobilienbereich bei der CorpusImmobiliengruppe. 2005 dann ein erneuter Wechsel: Overath wurde COO beider börsennotierten DIC Asset. 2007 begann er mit dem Aufbau der Deutschland-Gewerbeimmobilien-Plattform für Oaktree. Heute ist der 45-Jährige als Managing Director und CEO der German Acorn Real Estate für das Management der von Oaktree Capital Management LLC erworbenen Gewerbeimmobilien zuständig. Er selbst bezeichnet sich auch als Kümmerer. Zu seinen Hobbys zählt Overath das Joggen (inklusive Marathons und Halbmarathons) sowie Oldtimer. Auf die Frage, in welchem Verein er Mitglied ist, antwortete er mit: „No clubs, please.“ Mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern lebt er in Hennef an der Sieg, südlich von Köln.
Bitte beschreiben Sie Ihr Haus mit ein paar Sätzen.
Es ist offen, modern, am Waldrand gelegen und bietet viel Raum für Kinder und Haustiere. Durch zahlreiche Fenster kommt viel Licht herein. Es muss bewohnt aussehen, in einem Showroom fühle ich mich nicht zuhause.
Wo ist ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?
Am langen Esstisch, dem zentralen Platz im Haus.
Habe Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?
Ja! Beim Fliesenlegen und beim Innenausbau. Immerhin bin ich Sohn eines Stuckateurs und habe das Bauen und die Immobilie im Blut.
Was muss das perfekte Haus unbedingt haben?
Viel Licht, einen zentralen Platz und natürlich einen Garten. Sehr wichtig: ausreichend Rückzugsmöglichkeit für jeden Bewohner.
Wo möchten Sie im Alter gern wohnen?
In einer Region nahe an einem See, in der Nähe von Bergen, z.B. am Gardasee auf einem alten Gutshof.
Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?
Während meiner Ausbildung habe ich im Sommer Winterreifen gekauft und diese im Winter gewinnbringend wieder verkauft. Ich war jung …
Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?
Zuerst durch Menschen, die an mich als Quereinsteiger geglaubt haben, dann durch Erfolge und den Spaß an der Arbeit.
Was braucht man, um es in Ihrem Job zu etwas zu bringen?
Hohe Sozialkompetenz, Durchsetzungsstärke, Eigenmotivation, Fachwissen und nicht zu vergessen: immer ein wenig Glück!
Wie feiern Sie Ihre Erfolge?
Mit Champagner und dem Team, das den Erfolg möglich gemacht hat. Ich bin ein Fan von Closing Partys!
Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?
Arroganz und Inkompetenz (schlimm ist die Kombination).
Und was finden Sie besonders gut?
Die vielen kompetenten und angenehmen Menschen im Immobiliennetzwerk.Trotz aller Excel-Tabellen lösen Immobilien immer noch Emotionen aus, da sie für viele Menschen Grundbedürfnisse abdecken. Sie bieten Sicherheit, Arbeitsplätze und – innen wie außen – Raum zum Leben. Für uns sind sie zum Glück auch noch die Materie, mit der wir arbeiten.
Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?
Unternehmer im Handwerk oder Architekt.
Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?
Punto San Vigilio am Gardasee (Lage, Lage, Lage …).
Und welches Gebäude in Deutschland würden Sie gern abreißen?
Die unzeitgemäßen Bürogebäude aus den 60er und 70er Jahren. Keinspezielles, davon gibt es zu viele.
Was bringt Sie privat und beruflich auf die Palme?
Unehrlichkeit, Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit.
Wie können Sie sich besonders gut entspannen oder abschalten?
Beim Joggen – neuerdings mit Hund, einem Australian Shepherd -, langen Spaziergängen im Wald, mit den Kindern. Da werden plötzlich Dinge wichtig, die wir heute kaum noch beachten.
Nennen Sie uns einen Ihrer Lieblingssongs?
Janis Joplin: „Piece of my Heart“ und „Mercedes Benz“.
In welchem Restaurant kann man Sie häufiger antreffen?
L’imprimerie in Köln, Cäsarstraße 58.
Mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie gerne einmal einen Abend verbringen?
Mit Sir Richard C. Branson, britischer Unternehmer und Ballonfahrer,Gründer von Virgin Atlantic Airways. Alternativ nehme ich auch mit Angelina Jolie vorlieb.
Mit wem würden Sie gern mal für einen Tag das Leben tauschen?
Mit meinem Hund: morgens joggen, schlafen, essen, mittags Zeit mit denKindern.
Gibt es etwas im Ausland, das sie in Deutschland vermissen?
Ja, ein vernünftiges Maklerrecht! Und die Erlaubnis, rechts überholen zu dürfen!
Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplettausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?
Da ich es komplett ausgeben müsste, würde ich mir davon mindestens einen Oldtimer kaufen – es dürfte aber für zwei reichen!