Immobilienprofis im Porträt: Isabel Tannenberg
Isabel Tannenberg wurde 1983 in Freudental bei Stuttgart geboren. Inzwischen wohnt sie in der Frankfurter Innenstadt, plant aber einen Umzug in den ruhigeren Stadtteil Rödelheim. Ihr Studium in Rechtswissenschaften mit anschließendem Referendariat absolvierte sie 2010 in Leipzig. Ihre berufliche Karriere startete sie 2011 bei Kucera Rechtsanwälte, seit 2015 ist sie zudem als Steuerberaterin tätig, seit 2019 Partnerin im Bereich Real Estate Taxation in der Kanzlei. Was sie seit Schulzeiten begleitet, ist ihre Liebe zu Pferden und dem Reitsport. Damit hat sie sogar ihr erstes Taschengeld bei einem Ferienjob verdient.
Wo und wie wohnen Sie zurzeit? Beschreiben Sie bitte Ihr Haus oder Ihre Wohnung in ein paar Sätzen.
Teilweise noch in einer Mietwohnung in der Frankfurter Innenstadt, teilweise im Haus meines Lebensgefährten in Rödelheim – und ich bin gerade dabei, ganz nach Rödelheim zu ziehen. In Frankfurt lebe ich in der Innenstadt auf 90 qm und habe von der Loggia aus einen Blick auf den Römer und die Bethmann Höfe. Das Haus in Rödelheim stammt aus dem Jahr 1913, ist ruhig, charmant und entspannt und hat einen großen Garten. Der ist mein Lieblingsplatz. Dort komme ich zur Ruhe. Ich liebe es auch, morgens vom Vogelgezwitscher wach zu werden.
Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt? Wenn ja: wie genau und wie häufig?
Noch nicht – aber mein Lebensgefährte und ich planen Renovierungen, bei denen wir auch selbst Hand anlegen werden.
Wie und wo möchten Sie im Alter wohnen?
Eine Mischung aus ländlicher Ruhe und Stadtnähe – Rödelheim ist dafür genau richtig.
Wann, wo und womit haben Sie als Erwachsene zum ersten Mal Geld verdient?
Mein erstes Geld habe ich mit einem Ferienjob verdient. Ich habe Reitanfänger im Gelände begleitet.
Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?
In der Immobilienbranche bin ich eher zufällig gelandet. Ich habe mich im Studium bereits früh auf das Steuerrecht spezialisiert und wollte anschließend in einem kleinen, schlagkräftigen Team arbeiten. So kam ich zu Kucera und habe das Immobiliensteuerrecht kennen und lieben gelernt.
Was braucht man Ihrer Einschätzung nach, um es in Ihrem Job zu etwas zu bringen?
Leidenschaft, Neugier und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte klar zu strukturieren.
Wie feiern Sie Ihre Erfolge?
Am liebsten bei einem guten Essen mit Familie und Freunden.
Und wie gehen Sie umgekehrt mit Misserfolgen um?
Wie im Reitsport: Wenn du fällst, steigst du sofort wieder auf.
Was stört Sie in der Immobilienbranche?
Kurzfristiges Denken und Profitstreben.
Und was finden Sie besonders gut?
Die enorme Vielfalt: von komplexen steuerlichen Fragen bis hin zu wichtigen gesellschaftlichen Diskussionen.
Baulöwe, Miethai, Heuschrecke: Leute, die mit Immobilien Geld verdienen, haben nicht immer den besten Ruf. Zu Recht?
Manchmal. Aber es gibt auch viele, die mit Herzblut nachhaltige Werte schaffen.
Sie würden jungen Leuten raten, den Weg in die Immobilienwirtschaft einzuschlagen, weil …?
Immobilien sind das Fundament unseres Lebens, und weil es mit Immobilien nie langweilig wird.
Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?
Psychologin oder Ärztin – beides Berufe, in denen man Menschen sehr direkt unterstützt. Im Immobiliensteuerrecht steht eher die Struktur im Vordergrund, der Mensch rückt manchmal etwas in den Hintergrund.
Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?
Schloss Versailles. Ich bewundere die barocke Architektur und die unvergleichliche Liebe zum Detail.
Und welches Gebäude in Deutschland würden Sie gerne abreißen und warum?
Wäre es nicht schon abgerissen worden: das Technische Rathaus in Frankfurt – es passte nie ins Stadtbild.
Was bringt Sie beruflich auf die Palme?
Wenn Mandanten von Behörden Steine in den Weg gelegt bekommen, obwohl Lösungen möglich wären.
Und privat?
Unzuverlässigkeit.
Wo oder wie können Sie sich besonders gut entspannen oder abschalten?
Beim Wandern in den Bergen, beim Joggen am Main, beim Reiten oder mit einem Buch am Strand.
Für welches private Vergnügen haben Sie zu wenig Zeit?
Leider für den Reitsport.
Homeoffice, Büro oder mobil in der Bahn? Wo arbeiten Sie am häufigsten, wo am liebsten und warum?
Definitiv im Büro. Dort habe ich Ruhe, Ressourcen und die Möglichkeit zum direkten Austausch.
Wenn Sie an Ihren letzten Urlaub denken, denken Sie an was?
An Sizilien – die Mischung aus Meer, Sonne, Geschichte und Kulinarik ist für mich pure Lebensqualität.
Wie gehen Sie am liebsten aus?
Am liebsten gehe ich gut essen oder genieße Wellness im Falkenstein Grand in Königstein. Außerdem schätze ich Kulturveranstaltungen – zum Beispiel „Barock am Main“.
Verraten Sie uns auch noch Ihr Lieblingsgericht?
Parmigiana di Melanzane – ein Stück Sizilien auf dem Teller, das mich immer an mediterrane Lebensfreude erinnert.
Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?
Die mediterrane Gelassenheit und das gemeinsame Leben draußen – in Deutschland vermisse ich oft diese Leichtigkeit.
Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen? Warum?
Mit einer professionellen Reiterin – weil ich die Harmonie zwischen Mensch und Pferd auf höchstem sportlichem Niveau bewundere.
Und mit welcher prominenten Persönlichkeit würden Sie dort gerne einmal einen Abend verbringen?
Ganz ehrlich: Ich brauche keine prominente Persönlichkeit. Am liebsten verbringe ich meine Abende mit Menschen, die mir wichtig sind.
Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?
Eine eigene kleine Reitanlage mit Pferd und allem Drum und Dran.
Nennen Sie einen Ihrer Lieblingssongs?
„The Times They Are A-Changin’“ von Bob Dylan, weil er mich daran erinnert, Veränderungen als Chance zu sehen.
Die Fragen stellte Janina Stadel.
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