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Gebäudetechniker vermessen Kita

In Holzminden steht die europaweit erste Plus-Energie-Kindertagesstätte mit Erdreichwärmepumpe. Von der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Bürgern, Industrie und der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) profitieren vor allem die Bachelorstudenten Gebäudetechnik. Sie haben nun für mindestens zehn Jahre ein aktuelles Studienobjekt direkt vor der Haustür.

Sonja Smalian
15. September 2011

Der Kita-Neubau in der Bahnhofstraße kombiniert den Passivhaus-Standard mit einer Erdreichwärmepumpe und einer Fußbodenheizung. Durch die Wärmepumpentechnologie sei die Kita unabhängig von Erdgas und könne bei Verwendung von regenerativem Strom sogar vollständig ohne fossile Energien auskommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Installation einer Solaranlage auf dem Dach werde derzeit noch in den Gremien diskutiert. Im Gegensatz zur sonst üblichen Luftheizung in Passivhäusern setzt die Kita auf eine Fußbodenheizung, um auch im Winter eine zu trockene Raumluft zu vermeiden. Im Sommer kann über die Fußbodenfläche zudem gekühlt werden.

Wie gut das Raumklima ist, sollen die Studenten des Studiengangs Gebäudetechnik künftig durch eigenständige Messungen und Befragungen der Nutzer untersuchen. In diesem Wintersemester werde eine entsprechende Messtechnik eingebaut. Im Sommersemester rechnet Wolfgang von Werder, Gastprofessor an der Fakultät Management, Soziale Arbeit, Bauen, mit den ersten Messergebnissen. Im Anschluss an die Messung gehe es dann in die Optimierungsphase. Bislang haben sich die Studenten nur an den konzeptionellen Arbeiten beteiligt, so von Werder. Während des sechssemestrigen Studiums werde künftig immer wieder an dem Praxisobjekt geforscht und die Kosten und der Energieverbrauch untersucht.

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