Dr. Daniel Piazolo
Dr. Daniel Piazolo wuchs in Rosenheim auf, doch schon als 17-Jähriger zog es ihn für ein Austauschschuljahr ans andere Ende der Welt nach Neuseeland. Seinen Bachelor in Economics erwarb er in Großbritannien an der London School of Economics (LSE). Für das Masterstudium zog es ihn dann in die USA: An der Yale University absolvierte er sein Studium in International Economics. Zurück in Deutschland promovierte er an der Universität Kiel und arbeitete sieben Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Dann wechselte er als Projektleiter zu Feri Euro-Rating Services und wurde 2005 zum Geschäftsführer der IPD Investment Property Databank berufen. Zudem ist er Member of the Board of Directors der Investment Property Databank, London. Piazolo ist Mitglied der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif), der Royal Institution of Chartered Surveyors, der Austauschorganisation Youth for Understanding sowie der Alumnivereine der LSE und der Yale University. Zu seinen Hobbys zählt der 42-Jährige Wandern und Reisen. Piazolo ist verheiratet und hat drei Kinder.
Wo wohnen Sie zurzeit?
Einfamilienhaus in Bad Homburg.
Bitte beschreiben Sie Ihr Haus mit ein paar Sätzen.
Leichte Hanglage mit Blick auf den Weißen Turm von Bad Homburg. Schön ist es, dass viel in dem Städtchen zu Fuß erreichbar ist.
Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?
Nein. Als Ökonom bin ich von den Vorteilen der Spezialisierung und der Arbeitsteilung überzeugt.
Wie und wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?
Gesund und fit. Pro Jahr ein paar Monate in den Südtiroler Alpen, ein paar Monate in Südfrankreich, ein paar Monate in London, ein paar Monate in einer deutschen Stadt wie Bad Homburg, Rosenheim oder Freiburg.
Womit haben Sie als Erwachsener zum ersten Mal Geld verdient?
Als Nachhilfelehrer für Mathe und Englisch und dann als Zivildienstleistender in der Betreuung von Schwerstbehinderten.
Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?
Am Institut für Weltwirtschaft hatte ich mit regionalen Gleichgewichtsmodellen gearbeitet. Bei der Feri war ich dann im Immobilienbereich mit Marktprognosen auf Basis von Modellen und mit der Ableitung von Immobilienwerten beschäftigt. In der Immobilienbranche geht es wie in den anderen Wirtschaftsbereichen um Angebot und Nachfrage und welche Preise bzw. Renditen daraus resultieren. Da die Immobilien den größten Anteil am Bruttoanlagevermögen einer Volkswirtschaft haben, finde ich es als Ökonom sehr gut, durch Analysen in dieser wichtigen Branche mitzuwirken.
Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?
Die Illusion einiger Marktteilnehmer, Intransparenz könnte für ihren Bereich vorteilhaft sein.
Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?
Bergführer und Nobelpreisträger in Wirtschaftswissenschaften.
Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?
Paul Getty Museum in Los Angeles. Die Architektur und die Lage sind spektakulär.
Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?
Ungerechtigkeit und Unehrlichkeit.
Nennen Sie einen Ihrer Lieblingssongs?
„When I am Sixty-Four“ von den Beatles (hatten meine Frau und ich bei unserer Trauung spielen lassen).
Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen?
Mit dem nächsten Weltraumtouristen bei den Umrundungen der Erde. Die 100.000 Euro, die Sie mir am Ende des Interviews anbieten, reichen wohl für dieses Erlebnis nicht aus.
Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?
Eine geografische Nähe von Bergen und Meer (wie in Neuseeland), um eine wunderschöne Wanderung in den Bergen mit Schwimmen im Meerwasser zu vollenden.
Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?
Eine Weltreise mit der ganzen Familie und einem Budget, um Gemälde und Kunstwerke für zu Hause als Souvenir einzukaufen.