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Azubi-Erfolgsquoten variieren stark

Wie viele Auszubildende schaffen im ersten Anlauf ihre Abschlussprüfung? Diese Erfolgsquote kann nun durch eine Umstellung der Berufsbildungsstatistik berechnet werden. Während die Ergebnisse von Frauen und Männern nur gering voneinander abweichen, sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ausbildungsberufen mitunter erheblich. Die Immobilienkaufleute können sich freuen, sie schneiden leicht überdurchschnittlich ab, bei den anderen immobilienwirtschaftsnahen Ausbildungsberufen ist das jedoch nicht so.

Sonja Smalian
27. Oktober 2011
Nicht in jedem Ausbildungsberuf der Immobilienbranche sind die Erfolgsquoten bei der Abschlussprüfung gleich gut.
Bild: Robert Kneschke/Fotolia.com

Spitzenreiter unter den immobilienwirtschaftsnahen Ausbildungsberufen sind die insgesamt 2.097 Immobilienkaufleute, die im Jahr 2009 eine leicht überdurchschnittliche Erfolgsquote von 91,5% erzielten. Bei den Elektronikern für Gebäude- und Infrastruktursysteme (72) sowie den Elektronikern der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (2.826) betrug sie hingegen nur 87,5% bzw. 85,3%. 82,2% der 7.557 Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik schafften ihren Abschluss auf Anhieb. Bei den Gebäudereinigern (942) waren es mit 81,2% etwas weniger. Schlusslicht bilden die Hochbaufacharbeiter (1.275) und die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit (642), die jeweils eine Quote von 69,6% erreichen und damit mehr als 20 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt liegen.

Die Erfolgsquote bei Erstprüfungen gibt an, wie hoch der Anteil der Prüfungsteilnehmenden eines Jahres ist, der die Abschlussprüfung im ersten Versuch bestanden hat. Nach der Umstellung der Berufsbildungsstatistik hat das Bundesinstitut für Berufsbildung erstmals für das Jahr 2009 die Erfolgsquoten für Erstprüfungen berechnet. Bislang waren Erfolgsquoten nur für Abschlussprüfungen insgesamt, also für Erst- und Wiederholungsprüfungen zusammen, bestimmbar gewesen. Die Erfolgsquote gibt jedoch keinen Aufschluss über die Prüfungsnote oder die schulische Vorbildung der Auszubildenden, die vom Hauptschulabschluss bis zur Hochschulreife reicht und in den verschiedenen Ausbildungsberufen stark variiert.

Insgesamt 477.666 Auszubildende hatten 2009 zum ersten Mal an Ausbildungsabschlussprüfungen teilgenommen, davon 200.868 Frauen. Die Erfolgsquote lag insgesamt bei 91,2%. Die Frauen schnitten mit einer Erfolgsquote von 92,8% leicht besser ab als die männlichen Auszubildenden (90,1%).

Deutlich stärkere Unterschiede in der Erfolgsquote zeigen sich, wenn die Art der Zulassung berücksichtigt wird. Von den 26.742 Auszubildenden, die vorzeitig zur Prüfung zugelassen wurden, bestanden fast alle die Prüfung im ersten Anlauf (98,4%). Hingegen lag die Erfolgsquote derjenigen (7.956), die erst nach einer verlängerten Ausbildungszeit die Prüfung absolvierten, bei nur 38,1%.

60% aller Erstprüfungen im Jahr 2009 entfielen auf nur 25 Berufe. Die beste Quote erzielten die Elektroniker für Betriebstechnik (97,8%), die schlechteste die angehenden Köche (80,3%).

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Aufgewachsen ist Florian Bauer im oberbergischen Waldbröl und Reichshof. Seinen Karrierestart hatte der inzwischen 36-Jährige bei der Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt. Mittlerweile lebt der zweifache Familienvater in Köln und auf Mallorca. Von dort aus leitet der ausgebildete Bankkaufmann, Versicherungsfachmann und Immobilienökonom mit der Bauer Immobilien Unternehmensgruppe seine eigene Firma. Außerhalb des Büroalltags und fernab vom Schreibtisch trifft man ihn nicht selten auf der Rennbahn. Er ist sich sicher, wenn er den Weg in die Immobilienbranche nicht gefunden hätte, wäre er Motorsportler geworden.