← Zurück zur Übersicht

Homeoffice verhindern!

Können Mitarbeiter auf Dauer nicht ins Büro zurückkehren, könnte das für den Arbeitgeber teuer werden.

Harald Thomeczek
04. Juni 2020

Sieht sich ein Mitarbeiter gezwungen, zu Hause zu arbeiten, weil im Büro wegen der Corona-Abstandsregeln kein Platz mehr für ihn ist, läuft der Arbeitgeber Gefahr, den heimischen Arbeitsplatz nach der Arbeitsstättenrichtlinie (ArbStättV) einrichten zu müssen. Dies gilt es aus Arbeitgebersicht zu verhindern, denn die ArbStättV-konformen Anforderungen an einen sogenannten Telearbeitsplatz sind nicht zu vernachlässigen. „Sobald die ArbStättV greift, müssen Arbeitsplatz und Arbeitsmittel, also z.B. Abstandsregelungen, ergonomische Gestaltung, Licht, Bildschirm, Arbeitsraum, Arbeitstisch und -stuhl etc. den vorgegebenen Normen entsprechen“, erläutert Matthias Pietzcker, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens combine consulting. Summa summarum können bei einer „Basic-Variante“ grob gerechnet 650 bis 700 Euro pro Heimarbeitsplatz zusammenkommen.

Daher sollten Arbeitgeber auch in Corona-Zeiten dafür sorgen, dass es für jeden Mitarbeiter möglich ist, zumindest an einigen Tagen in der Woche ins Büro zurückzukehren. So könnten z.B. auch Kantinen-, Besprechungs- und Konferenzflächen, die derzeit weniger genutzt werden, in Arbeitsplätze umfunktioniert werden. Oder die Kollegen wechseln sich (vormittags/nachmittags oder tageweise) im Büro ab. Bei mobilen Arbeitsplätzen, auf die viele Arbeitgeber für längere Zeit nicht werden verzichten können, liegt die Verantwortung für die Ausstattung beim Arbeitnehmer.

Köpfe
Jörg Neuß bei Accentro aus Berlin abberufen

Jörg Neuß, Vorstandsvorsitzender von Accentro Real Estate, muss seinen Posten räumen.

Köpfe
Daniel Prater wird Geschäftsführer bei Sahle

Daniel Prater (52) wird Geschäftsführer der Sahle Baubetreuungsgesellschaft. Er folgt auf Uwe Sahle.

Karriere
Aengevelt passt Frankfurter Büro dem schwachen Markt an

Der schwächelnde Transaktionsmarkt macht Maklerhäusern zu schaffen. Aengevelt zollt der schwierigen Lage Tribut: Das Düsseldorfer Traditionshaus wird seine Frankfurter Niederlassung flautebedingt zur Repräsentanz schrumpfen.