Nur auf Pause gedrückt, nicht auf Löschen
Richard-Emanuel Goldhahn, Deutschlandgeschäftsführer der internationalen Personalberatung Cobalt, blickt gelassen in eine ungewisse Zukunft. So mancher seiner Kunden hat zwar in der Corona-Krise in den Vorsorgemodus umgeschaltet und Neueinstellungen nolens volens auf die lange Bank geschoben. Aber sobald sich ein Ende des Ausnahmezustands abzeichne und Recruiting-Interviews wieder von Angesicht zu Angesicht geführt werden könnten, stehe einer Fortsetzung der Besetzungen nichts im Wege, ist sich Goldhahn sicher.
Der War for Talents nimmt eine unerwartete Wendung
So schnell, wie er Leute für seine Bauvorhaben benötigt, bekommt der Projektentwickler Consus Real Estate sie oft nicht an Land gezogen. Die Bekämpfung des Coronavirus hat das Recruiting zwar nicht gerade vereinfacht – aber die Gewichte auf der Jobwaage ein Stück weit auf die Seite der Arbeitgeber verschoben. „In dieser Situation kommen wir an Leute, die sonst von größeren Unternehmen in Beschlag genommen werden“, sagt Aylin Tufan, die neue HR-Chefin von Consus.
Bremst die Krise die Jobmaschine Immobilienbranche aus?
Willkommen im Job, aber bitte bleiben Sie zuhause!
Stellen Sie sich vor, Sie fangen einen Job neu an und niemand ist im Büro. Selbst der Chef sitzt an seinem Schreibtisch zuhause. Die Corona-Krise bringt auch ungewöhnliche Wege des Onboardings mit sich. Zahlreiche Unternehmen heißen ihre Neuankömmlinge derzeit digital willkommen. Damit das gelingt, kommt es nicht nur auf die Technik an.
Makler machen Kurzarbeit
JLL schickt Teile seiner deutschen Mannschaft im Zuge der Corona-Pandemie in Kurzarbeit. Auch mit Gehaltskürzungen und verschobenen Gehaltserhöhungen versucht das Unternehmen, den Auswirkungen der Krise auf der Kostenseite entgegenzusteuern. Auch andere Maklerhäuser reagieren auf die Verunsicherung an den Investment- und Vermietungsmärkten – aber nicht alle.
Die Vorteile der Corona-Zwangsdigitalisierung
Stephan Peters, Personalchef von HIH Real Estate, ist sich sicher: Das derzeit durch die Umstände erzwungene Ausweichen auf digitale und virtuelle Kanäle bei der Personalsuche wird nach der Corona-Krise freiwillig weiter praktiziert werden – weil es einfach praktisch ist.
Boomer statt Millennials!
Thomas Beyerle kümmert sich als Professor an der Hochschule Biberach um die Ausbildung des Fachkräfte-Nachwuchses. Bei allem Jugendkult sollte man die Generation 55 plus nicht unterschätzen, sagt er.
Die mutigen Personaler trotzen dem Sturm
Die Jobmaschine in der Immobilienbranche lief auf Hochtouren, als der Corona-Shutdown in vielen Unternehmen für eine Vollbremsung sorgte. Mancher hat den ersten Schock offenbar überwunden: Die besonnenen, aber mutigen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehen Chancen – und wollen sie beim Schopfe packen.
Tarifverhandlungen für Baubranche erneut verschoben
Der Beginn der diesjährigen Tarifrunde für die Bauwirtschaft wird ein zweites Mal verschoben.