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Hans-Dieter Schulz-Gebeltzig

Hans-Dieter Schulz-Gebeltzig wuchs in Solingen auf und verbrachte seine Studienjahre in Köln und Lausanne. Im Alter von 26 Jahren trat er seine erste Stelle als Rechtsanwalt in der Abteilung Bau- und Immobilienrecht bei Boden, Oppenhoff & Schneider an. 1990, acht Jahre später, baute er für die Kanzlei in Frankfurt am Main den Bereich Immobilienwirtschaftsrecht auf, zu einer Zeit, als die erste Welle ausländischer Investoren Deutschland als Markt entdeckte. Nach einer Reihe von Zusammenschlüssen wurde die Kanzlei zur internationalen Sozietät Linklaters und Schulz-Gebeltzig wurde 1991 Partner und Leiter des Bereichs Immobilienwirtschaftsrecht. 2003 wechselte er in das Frankfurter Büro von Norton Rose, baute dort den Bereich Immobilienwirtschaftsrecht auf und wurde Partner und Head of German Real Estate von Norton Rose. Im Sommer 2009 machte er sich mit seiner Kanzlei Schulz-Gebeltzig Rechtsanwälte in Frankfurt selbstständig und arbeitet nun auch als Notar. Zu seinen Hobbys zählt der 54-Jährige neben der Familie auch Musik und Geschichte. Er ist u.a. Mitglied im Zentralen Immobilien-Ausschuss e.V., dem Urban Land Institute (ULI), dem German Council of Shopping Centers (GCSC) und der Vereinigung Deutsch-Russisches Forum. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

IZ
01. Juli 2010

Wo wohnen Sie zurzeit?

Während der Wochentage nutze ich ein gemietetes Ein-Zimmer-Apartment in Frankfurt am Main, am Wochenende zieht es mich auf den Familiensitz Rittergut Hirschfelde vor den Toren der Stadt Berlin.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?

Mein Lieblingsplatz ist die überdachte Gartenterrasse, die an den kleinen Festsaal anschließt und durch original dorische Säulen den Blick in einen historischen Landschaftspark eröffnet. Auch wenn nach dem Krieg die Schönheit des Parks gelitten hat, Ausstattungsdetails wie ein Brunnen, der im historischen Pompeji ausgegraben wurde, Werke berühmter Bildhauer (u.a. von August Gaul und Louis Tuaillon) und ein kleines Naturtheater im Stil des Goethetheaters in Weimar verschwunden sind und stattdessen schon zu DDR-Zeiten ein Fußballplatz eingerichtet wurde, genieße ich mit Familie und Gästen so oft wie möglich den Blick auf Rasenflächen und alte Bäume.

Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Selbstverständlich! In einem alten Haus gibt es immer etwas Handwerkliches zu tun. Handwerkliche Arbeiten am Wochenende sind ein hervorragender Ausgleich für meine geistige Tätigkeit während der Woche.

Was muss das perfekte Haus/die perfekte Wohnung unbedingt haben?

Ein dichtes Dach! Das ist keine Selbstverständlichkeit bei einem 250 Jahre alten Dachstuhl! Und eine Küche und ein Bad zum Wohlfühlen …

Wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?

In meinem Haus in Hirschfelde. Das ist nur eine dreiviertel Autostunde von der Staatsoper Unter den Linden in Berlin entfernt!

Was stört Sie in der Immobilienbranche am meisten?

Das Glücksrittertum einiger Marktteilnehmer, das die Branche in die Krise geführt hat.

Und was finden Sie besonders gut?

Die Zusammenarbeit von Marktteilnehmern der verschiedenen Fachrichtungen.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Weingutsbesitzer.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Der Schinkelpavillon neben dem Schloss Charlottenburg, den König Friedrich Wilhelm III. für seine Frau, die Fürstin Liegnitz, 1824/1825 im neapolitanischen Stil erbauen ließ.

Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?

Beruflich und privat: Unehrlichkeit und Unzuverlässigkeit.

Welche kürzlich besuchte Veranstaltung hat Ihnen besonders gut gefallen?

Das Konzert von Céline Dion im Juli 2008 in Nizza.

In welcher Bar, Restaurant oder Diskothek kann man Sie häufiger antreffen?

In gar keiner Bar oder Diskothek! In Berlin sind derzeit – gleichberechtigt – die Restaurants „Facil“ und „Fischer’s Fritz“ meine Favoriten.

Und mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie dort gerne einmal einen Abend verbringen?

Dalai Lama. Ich würde gern persönlich erfahren, was die allgemein bekannte Faszination dieser Persönlichkeit ausmacht.

Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen?

Mit Angela Merkel. Ich würde gern die Anforderungen eines Arbeitstags der Kanzlerin in Krisenzeiten kennenlernen.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben – welchen Traum erfüllen Sie sich?

Eine Uhr der Manufaktur Lange aus Glashütte in Sachsen.

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