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„Die Digitalisierung überrollt uns“

Die Digitalisierung setzt die Branche unter Druck: Vielen fehlen die Kompetenzen. Im Video erklärt Kerstin Hennig, Professorin für Real Estate an der Frankfurt School of Finance & Management, wo es bei Daten und digitalen Fähigkeiten hakt.

Laura Kolb
08. Oktober 2025
Kerstin Hennig: Die Branche muss beim Digitalen aufholen.
Quelle: Youtube/Immobilien Zeitung

Die Digitalisierung ist längst angekommen – und sie „überrollt uns als eines der wenigen Phänomene, das uns weltweit komplett neu aufstellt“, sagt Dr. Kerstin Hennig, Professorin für Real Estate an der Frankfurt School of Finance & Management im Videointerview mit der IZ-Redaktion auf der Expo Real. Doch viele Unternehmen und Beschäftigte seien auf die digitale Transformation noch unzureichend vorbereitet. „Wir nutzen gerne Digitalisierung, aber wir sind noch längst nicht fit in Digitalisierung“, betont sie.

Gerade beim Management und der Analyse von Daten sieht sie große Defizite: Die Datenflut, die wachsende Vielfalt und Geschwindigkeit überfordern die Branche. Für Hennig steht fest, dass deshalb eine tiefgehende Ausbildung in Data Science und Big Data nötig ist. Wer in der Digitalisierung nicht fortlaufend dazulernt und mutig den ersten Schritt wagt, droht ihrer Einschätzung nach schnell den Anschluss zu verlieren: „Man muss mutig sein, man muss sich damit auseinandersetzen.“

IZ nachgefragt: Kerstin Hennig

Um die Branche besser auf die Herausforderungen vorzubereiten, setzt die Frankfurt School im Real-Estate-Master bereits im ersten Semester auf die Vermittlung von Grundlagen zu Künstlicher Intelligenz (KI) und Data Science – von einfachen Anwendungen wie Chatbots bis hin zum maschinellen Lernen. Im weiteren Verlauf wenden die Studierenden das neue Wissen auf die Praxis der Immobilienwirtschaft an. Eigene KI-Plattformen werden genutzt, um Lernen, Forschen und Anwenden miteinander zu verbinden. Digitalisierung zieht sich laut Hennig „wie ein rotes Band durch den ganzen Studiengang“, vom Development über Asset-Management bis zur Markt- und Standortanalyse.

Hennig sieht aber nicht nur Hochschulen, sondern die gesamte Branche gefordert, mitzuziehen und offener für neue Technologien zu sein. Sie empfiehlt, Innovationen neugierig und mutig zu nutzen, gleichzeitig aber auch kritisch zu hinterfragen und die Kontrolle über die eigenen Ziele nie aus der Hand zu geben.

Unser Online-Special liefert einen Überblick über alle Messenews zur Expo Real.

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