← Zurück zur Übersicht

DTZ-Chef Paul Idzik schmeißt hin

CEO Paul Idzik und Finanzdirektor Robert Rickert haben DTZ verlassen. Laut britischen Medienberichten sind die beiden Top-Manager aus Protest gegen die schleppenden Übernahmeverhandlungen zurückgetreten.

Peter Maurer
18. August 2011

Idzik und Rickert seien zurückgetreten und nicht länger Teil der Unternehmensführung, teilte DTZ vergangene Woche mit. Nachdem substanzielle Fortschritte bei der Kosteneinsparung und dem Restrukturierungsprogramm erreicht worden seien, habe Rickert entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Idzik halte es für angemessen, dass ein neues Führungsteam installiert werde, und habe deswegen ebenfalls jetzt das Unternehmen verlassen. Als neuer CEO wurde John Forrester berufen, der bisher DTZ in Großbritannien und Irland leitete. CFO James Thomson wird neuer Konzern-Finanzdirektor.

Britische Medien berichten, dass der Hintergrund für die Rücktritte die sich seit Anfang Mai hinziehenden Übernahmeverhandlungen sind. Damals wurde bekannt, dass der Mehrheitsaktionär Saint George Participations (SGP) über eine Komplettübernahme von DTZ nachdenkt, laut Marktspekulationen, um dann das Unternehmen an BNP Paribas weiterzuverkaufen. Der Telegraph schreibt, Idzik und Rickert seien frustriert gewesen, dass der Aufsichtsrat SGP nicht zu einer Erklärung veranlassen wollte, ob SGP ein Übernahmeangebot abgibt oder nicht. Wegen der unklaren Situation habe DTZ darum kämpfen müssen, wichtige Mitarbeiter zu halten oder zu rekrutieren, schreibt der Telegraph weiter.

Der frühere Barclays-Manager Idzik hatte am 3. November 2008 den Chefposten bei DTZ angetreten, um das angeschlagene Unternehmen zu sanieren. Rickert folgte wenig später ebenfalls von Barclays. Idzik und Rickert reagierten auf die Branchenkrise mit hartem Personalabbau und drastischen Kosteneinsparungen. Manche Marktbeobachter meinen allerdings, dass sie dabei zu weit gegangen sind. So verbuchte DTZ im von Mai 2010 bis April 2011 laufenden Geschäftsjahr trotz der Erholung der Märkte einen weiteren Umsatzrückgang von 4,1%. Mit den von Idzik angepeilten wieder schwarzen Zahlen wurde es auch nichts: Der Vorsteuerverlust lag bei 3,4 Mio. GBP.

Köpfe
BKP ernennt Isabell Battenfeld zur Leiterin des Standorts Frankfurt

Das Architektur-, Innenarchitektur- und Consulting-Unternehmen BKP aus Düsseldorf hat Isabell Battenfeld zur Leiterin seines neuen Standorts in Frankfurt ernannt. Die Architektin übernimmt die Führung der Niederlassung.

Köpfe
Peter Jakubowski übernimmt Leitung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Peter Jakubowski leitet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, eine Ressortforschungseinrichtung im Bereich Bauwesen und Stadtentwicklung.

Köpfe
Christian Unsöld entwickelt Personal und Organisation der EBZ Akademie

Christian Unsöld übernimmt die Leitung der Personal- und Organisationsentwicklung der EBZ Akademie, einer Bildungseinrichtung für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft. Er folgt auf Rüdiger Grebe.