← Zurück zur Übersicht

Nur ein Drittel hat schon einen Job

#B1V1M#

Berufseinstieg. Studenten blicken weniger optimistisch auf ihren Karrierestart als in den vergangenen Jahren. Daher geben sie sich mehr Mühe, frühzeitig einen passenden Arbeitgeber zu finden.

Janina Stadel
16. Juli 2026
Online und auf Karrieremessen sind Stellenanzeigen wichtiger Bestandteil der Jobrecherche.
Quelle: Career Pioneer GmbH & Co KG, Urheber: Alexander Sell

Kurz vor dem Abschluss hat etwa ein Drittel der 473 Teilnehmer der IZ-Arbeitsmarktumfrage eine Zusage für einen Job, die meisten durch eine Vereinbarung mit einem Arbeitgeber aus einer studentischen Tätigkeit.

Dass der Großteil noch keinen genauen Plan für die Zeit nach dem Studium hat, löst bei den Nachwuchskräften wenig Optimismus aus, eine passende Stelle zu finden. Schätzten vor einem Jahr noch 65% der Absolventen die Chancen für einen direkten Übergang als gut oder sehr gut ein, sind es 2026 nur noch 56%. Während 2025 nur rund 4% Zweifel an einem direkten Einstieg hatten, ordnet dieses Jahr jeder Zehnte die Chancen als schlecht oder sehr schlecht ein.

Die wenigste Zuversicht zeigen die jungen Makler. Besonders optimistisch sind die angehenden Property- und Facility-Manager gestimmt. Knapp 4% planen, ihr Immobilienwissen nach dem Studium in der Unternehmensberatung einzusetzen und sehen für sich gute Einstiegschancen, weil sie sich sicher sind, dass ihr Expertenwissen in dem Feld gefragt ist.

Bewerbungen haben schon knapp 33% der Absolventen herausgeschickt, weitere 45% verschaffen sich während der letzten beiden Semester einen Überblick über mögliche Stellen.

Für diese Suche gehen die Berufseinsteiger in spe mehrere Wege. Mehr als 50% informieren sich regelmäßig online über Bewertungsportale, eine ähnlich große Gruppe über Webauftritte und Social-Media-Beiträge von den Unternehmen selbst. Den Austausch mit Mitarbeitern suchen fast genauso viele. Eine Karrieremesse haben schon fast 30% besucht, um HR-Verantwortliche zu treffen.

Dass dieses Vorgehen immer beliebter wird, zeigen die Besucherzahlen der Messen. Diese haben in den vergangenen Jahren kaum nachgelassen, obwohl weniger Aussteller mit konkreten Jobangeboten vor Ort waren als zu den Boomzeiten der Branche. Beim IZ-Karriereforum in Frankfurt trafen 2018 und 2019 zwischen 300 und 350 Berufseinsteiger auf rund 60 Aussteller. Im Frühsommer 2026 machten sich 270 Studenten auf den Weg zur Messe, obwohl sich nur 34 Firmen aus der Immobilienwirtschaft angekündigt hatten.

Parallel recherchieren inzwischen rund 30% der Studierenden in Medien. Sie verfolgen Stellenausschreibungen und versuchen, über Berichterstattungen ein Gespür für die Auftragslagen der Unternehmen und ihre Kultur zu bekommen. So ist auch die Beteiligung an der IZ-Arbeitsmarktumfrage in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Waren es 2018 rund 220 Nachwuchskräfte, die sich an der Erhebung beteiligten, sind es in diesem Jahr mehr als doppelt so viele gewesen.

BNPPRE erobert den Platz neben Dreso und CBRE
Drees & Sommer bleibt auch 2026 Spitzenreiter in der Gunst der Studierenden immobilienwirtschaftlicher Studiengänge. CBRE verteidigt im IZ-Arbeitgeberranking Rang zwei. Commerz Real verliert seinen Podestplatz nach nur einem Jahr an BNP Paribas Real Estate. Auch auf den weiteren Plätzen der Top Ten gibt es Veränderungen.

 

Karriere
Platz 6: JLL

#B1V1M#

Dienstleister JLL bietet schwerpunktmäßig Beratung und Investmentmanagement an.

Karriere
Platz 4: Art-Invest

#B1V1M#

Art-Invest Real Estate deckt insbesondere die Geschäftsfelder Projektentwicklung, Asset-Management und Fondsmanagement ab. Innerhalb der Gruppe steht das Unternehmen Art-Invest Real Estate Management (Airem) für Projektentwicklung und Asset-Management.

Karriere
Die zehn Top-Arbeitgeber 2026 im Porträt

IZ-Joboffensive. Die großen Player ziehen Nachwuchskräfte an. Die Talente erhoffen sich durch eine Tätigkeit bei namhaften Unternehmen einen Pluspunkt für den Lebenslauf und peilen als ersten Schritt ein Praktikum während des Studiums an.

Aktuelle Top-Jobs

Alle Jobs anzeigen