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Zech-Vorstand Olaf Demuth kandidiert für Präsidentenamt des HDB

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) wählt am 7. Mai einen neuen Präsidenten. Als einziger Kandidat tritt Olaf Demuth, Vorstand der Zech Group SE, an.

Anke Pipke
30. April 2026
Olaf Demuth ist als Kandidat für die Wahl zum Präsidenten des Hauptverbands der Bauindustrie nominiert.
Quelle: Zech Group SE

Peter Hübner gibt sein Amt des Präsidenten des HDB auf eigenen Wunsch ab. Zehn Jahre lang stand er an der Spitze des Verbands. Wer auf ihn folgt, wird sich in der kommenden Woche, am 7. Mai, entscheiden, wenn der Verband zum Tag der Bauindustrie lädt. Olaf Demuth (63), Vorstand der Zech Group SE, ist der einzige Kandidat für das hohe Amt.

Demuth ist ein Mann, der die Baubranche von der Pike auf erlebt hat. In der Ausbildung zum Zimmerer lernte er die Aufgabenvielfalt kennen, die ein Bauunternehmen zu bieten hat. Aus dieser Faszination heraus nahm er sein Studium des Bauingenieurwesens in Hamburg auf und schloss es erfolgreich ab. „Ich liebe das Bauen, und ich genieße es, dass man in einer Materie unterwegs ist, die man ansehen und zeigen kann, auf die man stolz sein kann und die über Generationen hinweg stehen bleibt“, erzählt Demuth im Gespräch mit der Immobilien Zeitung.

Anschließend führte seine Karriere ihn in verschiedene Führungspositionen – angefangen bei Strabag, wo er 1988 seine Tätigkeit begann. Als Strabag Züblin kaufte, wechselte Demuth mit der Abteilung Hoch- und Ingenieurbau zu Züblin. Dort wurde er im Frühjahr 2013 in den Vorstand berufen, sein Ressort: Spezialtiefbau.

Vier Jahre später wechselte Demuth zum Baukonzern Zech nach Bremen und kam damit seiner Hamburger Heimat wieder ein Stück näher. Dort war sein Platz zunächst in der Geschäftsführung, seit Januar 2020 gehört Demuth dem Vorstand der Zech Group SE an. „Hier ist man als Unternehmensvorstand für 360 Grad eines Unternehmens mitverantwortlich – mit den gesellschaftspolitischen, den regulatorischen, den rein organisatorischen Themen. Immer mit dem Ziel, dass man flexibel bleibt, wächst und intelligent Ressourcen zusammenführt“, erklärt er.

Erfahrung mit Verbandsarbeit

Mit der Verbandsarbeit kennt sich Demuth bereits aus. Seit zehn Jahren ist er Vorstandsvorsitzender des Bauindustrieverbands Hamburg-Schleswig-Holstein. Die Aussicht auf ein möglicherweise neues Amt lässt ihn nicht kalt. „Ich habe Respekt vor der Aufgabe, aber auch Freude hierauf.“ Der Wirkungsgrad eines HDB-Präsidenten sei „natürlich etwas breiter“, sagt Demuth. „Das ist Ehre und Ansporn zugleich.“

Demuth hat bereits eine Leitlinie vor Augen, die er in der Rolle eines HDB-Präsidenten gerne verfolgen würde: „Ich möchte mich dafür einsetzen, die sehr fragmentierte Branche zu vereinen.“ Ihm geht es dabei unter anderem darum, das mittelständische Unternehmertum zu stärken. „Mir ist wichtig, dass wir nur gemeinsam diese großen gesellschaftlichen Aufgaben wuppen können. Die großen Konzernen und die kleineren Unternehmen müssen zusammenarbeiten.“ Es könne nur nach vorne gehen, wenn die Industriepolitik für alle gemacht werde, die in der Branche mitwirken – „sei es für Firmen mit fünf oder 5.000 Mitarbeitern“.

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