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Führungswechsel beim Bewerter Persch Consult

CEO Nikolaus Persch verabschiedet sich in den Ruhestand, was schon zur Zeit der Übernahme des Immobilienbewerters Persch Consult durch die spanische Tinsa-Gruppe absehbar war. Die erfahrenen und langjährigen Mitarbeiter Steffen Berger und Christian Schuhmann übernehmen als CEO bzw. CCO das Steuer.

Ulrich Schüppler
27. Juni 2024
Steffen Berger (l.) und Christian Schuhmann (r.) führen künftig den Immobilienberater und -bewerter Persch Consult. Der bisherige CEO Nikolaus Persch (Mitte) verabschiedet sich vom Unternehmen.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Nikolaus Persch (Jahrgang 1964), der langjährige CEO von Persch Consult, scheidet zum 30. Juni aus dem Unternehmen aus. „Bei der Übernahme von Persch Consult durch Tinsa hatten wir uns bereits im September 2022 Gedanken über die künftige Führung des Unternehmens gemacht und ich habe Steffen Berger und Christian Schuhmann als meine Nachfolger vorgeschlagen“, sagt Persch.

Der Führungswechsel findet zum 1. Juli statt. Der Immobilienbranche bleibt Persch erhalten, unter anderem als privater Investor und Verwalter seiner eigenen Immobilien. „Zudem kann ich mich künftig noch besser meiner Tätigkeit in der Fachgruppe Wohnen der HypZert widmen. Mein Lebensmittelpunkt wird künftig in der Schweiz sein“, fügt Persch hinzu.

Neue Führungsspitze besteht aus erfahrenen Mitarbeitern

Der künftige CEO Steffen Berger (Jahrgang 1979) begann seine Karriere als Landvermesser in einem Katasteramt und war nach seiner Ausbildung zum Immobiliensachverständigen unter anderem sowohl für CBRE als auch selbstständig tätig. „Neben der gutachterlichen Tätigkeit liegt mein Schwerpunkt im Organisieren der richtigen Prozessabläufe“, sagt Berger. Er ist seit 2013 für Persch Consult aktiv, seit 2015 als einer der Geschäftsführer.

Christian Schuhmann (Jahrgang 1971) behält als Geschäftsführer die Funktion eines Chief Customer Officers (CCO), die er bereits zuvor als Prokurist bei Persch Consult ausübte. Er ist seit 2021 für das Unternehmen tätig. Schuhmann hat über 20 Jahre im Kreditbereich der Deutschen Bank gearbeitet, dort den Bereich Immobilienbewertung mitaufgebaut und über mehrere Jahre geleitet. Er verfügt daher über eine genaue Expertise der Markt- und Marktfolgeaufgaben in Kreditinstituten.

Regulatorik und Full-Service-Angebote werden in der Bewertung wichtiger

Für die Zukunft sehen die beiden Geschäftsführer einige Veränderung auf die Gutachterbranche zukommen. „Die Regulatorik bestimmt künftig das Spiel“, weiß Berger. „Der Digital Operational Resilience Act – Dora – etwa sorgt dafür, dass externe Dienstleister künftig ihre IT-Systeme auf ein sehr hohes Niveau heben müssen, ähnlich der Systeme der Kreditinstitute, für die sie tätig sind.“ Dazu gehöre unter anderem eine Zertifizierung nach ISO 27001, die den Schutz von IT-Systemen betrifft. „Das wird in der nächsten Zeit die größte Herausforderung für Gutachterbüros werden. Wir beschäftigen uns mit diesem Thema schon seit Jahren, sodass der entsprechende Nachweis da sein wird, sobald Dora 2025 in Kraft tritt“, betont Berger.

Nach Schuhmanns Ansicht ist für eine erfolgreiche Gutachtertätigkeit künftig noch mehr als bisher entscheidend, die Perspektive des jeweiligen Auftraggebers einnehmen zu können. „Außerdem sehe ich zunehmend die Anforderung eines Full-Valuation-Service aus einer Hand mit Bewertungen und Besichtigungen sowie Software und Daten“, fügt er hinzu. Persch bietet ein solches Dienstleistungspaket gemeinsam mit dem auf Bewertungsthemen spezialisierten Softwarehaus On-geo an.

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