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Bremer Immobilienunternehmer Joachim J. Linnemann ist tot

Überraschend ist der Bremer Immobilienunternehmer Joachim J. Linnemann verstorben. Der 66-Jährige war Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter der Justus Grosse Firmengruppe.

Friedhelm Feldhaus
07. September 2022
Joachim J. Linnemann
Quelle: Justus Grosse Firmengruppe

Unerwartet mit nur 66 Jahren gestorben ist der Bremer Projektentwickler und Immobilienunternehmer Joachim J. Linnemann. Der Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter der Justus Grosse Firmengruppe hat bedeutsame Stadtentwicklungsprojekte in Bremen angeschoben, wie die Überseestadt oder aktuell das Tabakquartier.

Initiator Überseestadt und Tabakquartier

Mit der Konversion des 36.000 qm großen Speichers 1 in den Jahren 2004/2005 zu einem Büro- und Dienstleistungsstandort startete die Entwicklung der Überseestadt. Aktuelles Großprojekt der Justus Grosse Firmengruppe ist das Tabakquartier auf dem 20 ha großen Areal der früheren Brinkmann Zigarettenfabrik im Stadtteil Woltmershausen.

Neben seinem Engagement als „städtebaulicher Visionär“ würdigten der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte und die Stadtentwicklungssenatorin Maike Schaefer auch sein ehrenamtliches Engagement, etwa als Präsident des Bürgerparkvereins oder für die Sportförderung benachteiligter Kinder im Rahmen der Justus Grosse Charity-Trophy, die er jährlich mit Jörg Wontorra veranstaltete.

Kurt Zech bestürzt

Immobilienunternehmer Kurt Zech zeigte sich „tief bestürzt und unendlich traurig. Er war ein großartiger Mensch, Freund und Geschäftspartner.“ Linnemann und Zech waren über 50 Jahre befreundet und seit 40 Jahren Geschäftspartner, etwa beim Aufbau und der Entwicklung der Atlantic Hotel-Gruppe mit heute 16 Standorten in ganz Deutschland.

Linnemann war 1981 in das Unternehmen Justus Grosse eingestiegen, übernahm 1987 die Geschäftsführung von seinem Vater Reinhard Linnemann. Justus Grosse war der Patenonkel von Joachim Linnemann. Er hinterlässt seine Frau, eine Tochter und zwei Söhne. Das Unternehmen teilt mit, dass der Wechsel zur dritten Generation des Familienunternehmens „im Sinne der Unternehmensfortführung“ von Linnemann bereits vorbereitet worden sei.

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