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Zinsland holt CFO an Bord und will die Mannschaft verdoppeln

Die Hamburger Crowdinvesting-Plattform Zinsland bekommt einen CFO. Und das wird nicht letzte Neueinstellung in diesem Jahr gewesen sein: CEO Carl von Stechow kündigt eine Verdoppelung der Mitarbeiterzahl auf 30 Köpfe bis Jahresende an.

Harald Thomeczek
31. Mai 2017
Ab morgen CFO von Zinsland: Der langjährige Deutsch-Banker Michael von Gruenewaldt.
Urheber: Michael von Gruenewaldt, Quelle: Civum GmbH

Die Hamburger Crowdinvesting-Plattform Zinsland bekommt einen CFO. An die Seite von Gründer und Geschäftsführer (CEO) Carl von Stechow, der den Job des Finanzchefs bislang nebenher mitgemacht hat, tritt morgen (1. Juni 2017) der neue bzw. erste reinrassige Zinsland-CFO. Er heißt Michael von Gruenewaldt und kommt von der Deutschen Bank aus Frankfurt. Bei der Großbank arbeitete von Gruenewaldt gut acht Jahre lang im Bereich Group Strategy und im Corporate M&A. Studiert hat der heute 35-Jährige einst BWL an der Universität Mannheim, der Handelshochschule in Leipzig und in Moskau.

Ende 2016 war Zinsland zu zehnt

Mit dem CFO und also Mitgeschäftsführer zählt das Immobilien-Fintech drei (Ex-)Banker seinen Reihen. Zuletzt hatte Zinsland sich zwei Mitarbeiter von der SEB und der WGZ Bank geangelt. Aktuell arbeiten 16 Köpfe für den Schwarmfinanzierer. Zu Jahresbeginn waren es zehn Leute. Bis Ende 2017 soll sich das Zinsland-Team – im Vergleich zum Stand heute – auf 30 Personen verdoppelt haben.

Im Juni fängt neben Finanzmann von Gruenewaldt u.a. auch ein Vertriebsexperte bei Zinsland an: Jens Michelbring (39). Er war zuletzt Direktor Vertrieb bei CH2 Contorhaus Hansestadt Hamburg, einem Unternehmen, das Direktanlagen u.a. in Schiffscontainer vertreibt.

Das Personalwachstum bei Zinsland erstreckt sich nicht nur auf den Vertrieb oder die Software-Systeme: Im Real-Estate-Team sollen bis Jahresende sechs weitere Mitarbeiter eingestellt werden. „Das Immobilien-Team soll sowohl quantitativ ausgebaut werden, um den immer größer werdenden Zulauf an Projekten bewerten zu können, als auch qualitativ mit erfahrenen Immobilien- und Finanzexperten gestärkt werden“, kündigt von Stechow an.

„Wollen uns auch am weißen Kapitalmarkt etablieren“

Der Zinsland-Chef will sein Unternehmen „auch am weißen Kapitalmarkt etablieren. Dafür ist das Wissen von Bankern und generell von Mitarbeitern aus der ‚Alten Welt‘ unumgänglich. Hier schlummert das Wissen über Regulierung, Prozesse und den Umgang mit Aufsichtsbehörden“, sagt von Stechow mit Blick auf die Banker an Bord. Deren Wissen mit der „Agilität“ eines Start-ups zu „verheiraten“, sei eine der größten Aufgaben für Zinsland in diesem Jahr. Welche neuen Produkte neben den bisherigen unbesicherten Nachrangdarlehen Zinsland in der Mache hat, verrät von Stechow jedoch nicht.

Übertreiben will es der Zinsland-Kapitän mit dem Unternehmens- und Personalwachstum jedenfalls nicht: „Ein Unternehmen ist immer nur so gut wie die Struktur, mit der es wächst. Wir streben, anders als so mancher Wettbewerber, ein gesundes Wachstum an.“

Bis dato hat Zinsland seit 2015 rund 17,4 Mio. Euro Mezannine-Kapital für 25 Projekte von Bauträgern von Entwicklern eingesammelt.

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